Wesel: Synode wählt Thomas Brödenfeld

Wesel : Synode wählt Thomas Brödenfeld

Nach einem Gottesdienst im Willibrordi-Dom tagte am Freitag und Samstag im Lutherhaus die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Wesel. Hier wurde Thomas Brödenfeld, Pfarrer an Wesels Gnadenkirche, zum neuen Superintendenten gewählt.

Pfarrer Michael Binnenhey, Isselburg, gewann die Wahl für das Amt des Synodalassessors, also des Stellvertreters. Somit sind in den Spitzenstellungen der südliche und der nördliche Bezirk des Kirchenkreises repräsentiert.

Als Skriba einstimmig bestätigt wurde Gesine Gawehn (Pfarrerin am Evangelischen Krankenhaus Wesel, EKW), Zweiter Stellvertretender Skriba wurde Pfarrer Dirk Meyer (Telefonseelsorge und Schuldienst).

Zu Synodalältesten wurden Karin Buchmann (Brünen) und Günter Freßmann (Wesel) gewählt, zu deren Stellvertretern Sigrid Amendt-Eggers (Ringenberg-Dingden) und Ulrike Schweiger-Lewin (Wesel). Hans-Gerd Spörkel (Haldern) wird Diakoniepfarrer, für die Notfallseelsorge ist Pfarrerin Eva Holthuis zuständig. Die Seelsorge im Marien-Hospital Wesel (MHW) übernimmt Pfarrerin mit besonderem Auftrag Irmgard Berg.

In seinem Jahresbericht hob der scheidende Superintendent Pfarrer Dieter Schütte hervor, dass das "ökumenische Fundament" der Telefonseelsorge Niederrhein/Westmünsterland "deutlich gestärkt worden ist". Er dankte ausdrücklich dem katholischen Kreisdechanten Stefan Sühling für dessen "engagierten Einsatz" beim Bistum Münster. Dieses bezahlt künftig eine halbe Stelle und besetzt diese mit einer erfahrenen katholischen Diplomtheologin. Sühling nahm am Freitag an der gesamten Synode teil.

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Die beiden Krankenhäuser in Wesel (EKW und MHW), beide in traditioneller christlicher Verantwortung geleitet und nicht wie viele andere schon in Konzerne eingebunden, wollen noch enger zusammenarbeiten, damit die qualitativ hohe medizinische Versorgung der Bevölkerung erhalten bleibt. Dazu wurde das neue Palliativ-Geriatrie-Projekt, konzipiert von der Hospiz-Initiative Wesel und finanziell zu 75 Prozent von der Faßbender-Stiftung getragen, auf den Weg gebracht. Damit soll auch den Bewohnern der Altenheime eine individuelle palliative Betreuung ermöglicht werden.

Gelobt wurde auch der unerschütterliche Einsatz von Gemeindegliedern und Bürgern für den Neubau einer Pfeifenorgel in der Diersfordter Schlosskirche. Am ersten Advent soll sie eingeweiht werden.

Die evangelische Kirche muss ebenso wie die katholische künftig mit finanziellen Mindereinnahmen, weiteren Kirchenaustritten und weniger ausgebildeten Theologen zurechtkommen. Drevenack, Lühlerheim, Schermbeck haben sich bereits zur "Ostregion" zusammengeschlossen. Großgemeinden werden Gebilde der Zukunft sein.

(hb-)
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