Wesel: Straßenschäden: Entscheidung nach Ostern

Wesel: Straßenschäden: Entscheidung nach Ostern

Faustgroße Schlaglöcher, mehrere Zentimeter tiefe Risse und großflächig vom Frost abgesprengte Straßendecken: Die von ASG-Experten gestern im Betriebsausschuss präsentierten Bilder vom katastrophalen Zustand vieler Straßen in Wesel nach dem ungewöhnlich harten Winter haben ihre Wirkung nicht verfehlt.

Einig war sich die Politik darüber, dass die gröbsten Schäden auf den wichtigsten Straßen so schnell wie möglich beseitigt werden müssen. Doch der Wunsch von ASG-Chef Franz Michelbrink, außerplanmäßig 1,4 Millionen Euro für die dringend notwendigen Sanierungen bereitzustellen, erfüllte sich nicht.

Prioritätenliste prüfen

Denn SPD und Grüne wollen die ASG-Prioritätenlisten nicht ungeprüft durchwinken. Und zum anderen, so SPD-Fraktionschef Ludger Hovest, "geht es darum, wie weit die Stadt überhaupt weitere Schulden machen kann."

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Obwohl sich Wolfgang Lingk (CDU) zunächst vehement für die Gewährung der 1,4 Millionen Euro eingesetzt hatte ("Die Sünden der Vergangenheit holen uns jetzt ein. Das sind auch Folgen der Budgetreduzierung"), gab die CDU letztlich ihr Okay für den Vorschlag von Hovest, das Thema in einer Sondersitzung am 14. April erneut auf die Tagesordnung zu bringen. Zuvor muss mit dem Verwaltungsvorstand über die Finanzierung der Sanierung gesprochen werden.

Vielfach verständnislose Blicke erntete Thomas Lemken (Grüne) für seine Kritik an der kurzfristig vorgelegten Übersicht aller Winterschäden: "Dass wir die Verwaltungs-Vorlage, deren Struktur ich auch merkwürdig finde, nicht früher bekommen haben, ist ein Unding." Ausschuss-Vorsitzender Peter Tebbe (SPD) stellte sich vor den ASG und dankte dessen Mitarbeitern, "die sich die größte Mühe gegeben haben."

Franz Michelbrink ("Wir haben mit Hochdruck gearbeitet. Andere Städte sind längst noch nicht so weit") machte mehrfach deutlich, dass Schäden "sofort beseitigt werden müssen. Flicken allein hilft nicht, um Substanz zu erhalten."

(RP)