Wesel: Steinkäuze: Nabu für mehr Ausgleichsfläche

Wesel : Steinkäuze: Nabu für mehr Ausgleichsfläche

Nabu-Chef Peter Malzbender sieht beim Thema Auskiesung Histenbruch (wir berichteten) eine wichtige Forderung nicht erfüllt: Die geplante ökologische Ausgleichsfläche in Bislich sei mit 1,7 Hektar viel zu klein, bemängelt Malzbender. Auf dem Areal der geplanten Auskiesung leben derzeit drei Steinkauzpaare, die in ein neues Revier umziehen müssten. Die als Ausgleich vorgesehene Fläche sei jedoch viel zu klein für die Brutpaare, kritisiert Malzbender.

Eigentlich würden Fachleute rund fünf Hektar pro Paar als notwendig ansehen, die Ausgleichsfläche müsste mindestens zehn, besser 15 Hektar groß sein. "Da muss noch etwas geschehen." Der Nabu-Chef erinnert daran, dass Steinkäuze einen hohen Schutzstatus genießen. Die Vögel sind in Deutschland selten, man geht von etwa 7000 Brutpaaren aus. Rund 75 Prozent der Population leben in NRW - davon die meisten in den Kreisen Wesel und Kleve.

(rme)
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