Kreis Wesel: Steigende Zahlen in der Beratung Prostituierter

Kreis Wesel: Steigende Zahlen in der Beratung Prostituierter

Das Prostituiertenschutzgesetz stand jetzt auf der Tagesordnung des Ausschusses für Verkehr, Rettungswesen und Ordnungsangelegenheiten des Kreises Wesel. Es gilt seit Juli 2017. Der Kreis Wesel als Ordnungsbehörde ist für seine Durchführung zuständig. Seit Inkrafttreten meldeten sich bundesweit zunächst kaum Prostituierte bei den zuständigen Stellen. Das lag zu einem daran, dass Unsicherheiten über die Auswirkungen des Gesetzes und auch Angst vor einem "Outing" bestanden. Zum anderen gab es für Prostituierte und auch Prostitutionsstätten eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2017. Erst zum jüngsten Jahreswechsel war dann es verpflichtend, sich bei der zuständigen Behörde zu melden.

So verzeichnete der Kreis Wesel zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember vergangenen Jahres 101 Beratungen. Zwischen dem 1. Januar und dem 27. Februar 2018 waren es bereits 109. "Wenn die Zahlen weiter ansteigen wie bislang, dann war es angemessen, mit der aktuellen Mitarbeiterzahl in den Beratungsstellen zu kalkulieren", befand Vorstandsmitglied Lars Rentmeister. Die prognostizierten 600 bis 900 Beratungen für das Jahr 2018 erschienen "durchaus realistisch", sagte der Verwaltungsmann.

(RP)