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Stadtwerke teilen mit: Nitratwerte in Wesel entwickeln sich positiv

Stadtwerke teilen mit : Nitratwerte in Wesel entwickeln sich positiv

Neue Zahlen zur Wasserqualität in Wesel haben jetzt die Stadtwerke mitgeteilt: Aktuell liegen die Werte in Wesel bei zirka 25 Milligramm pro Liter (mg/l) und somit deutlich unter dem Grenzwert von 50 mg/l.

Die Stadtwerke Wesel sehen darin eine Bestätigung ihrer Strategie, in enger Kooperation mit den Landwirten den Nitrateinsatz zu reduzieren. Hilfreich ist dabei auch die Beratung von Landwirten.

Als einer von sieben niederrheinischen Wasserlieferanten haben die Stadtwerke Wesel nun einen „Vertrag über landwirtschaftliche Beratung“ mit der Landwirtschaftskammer NRW verlängert. Dies sei ein „wichtiges Zeichen für das Weseler Wasserschutzgebiet in Flüren, Diersfordt und Blumenkamp“, teilten die Stadtwerke mit. Die beteiligten Wasserwerke finanzieren zusätzliche landwirtschaftliche Berater für Landwirte in den örtlichen Kooperationsgebieten und fördern diverse Maßnahmen. Diese Spezialberater sind bei der Kreisstelle Kleve/Wesel der Landwirtschaftskammer angesiedelt. Mit ihrer Hilfe werden die Landwirte unterstützt bei der Verringerung von Nährstoff­einträgen, von Pflanzenschutzmitteln oder sonstiger, die Wasserqualität negativ beeinflussender Stoffe.

Die Experten beraten bei der Fruchtfolge, bei Folgen der Güllelagerung und beim Ausgleich wirtschaftlicher Interessen. Die Kooperation besteht seit 1993, funktioniert aus Sicht von Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Hegmann sehr gut: „Eine sehr sinnvolle Sache, die uns hilft, die Wasserqualität auf hohem Niveau zu halten. Die Zusammenarbeit ist nachhaltig positiv.“

Vereinbarte Maßnahmen sind etwa die Untersuchung auf den Stickstoffgehalt im Boden im Frühjahr und Herbst, jeweils auf festgelegten Flächen. Einmal jährlich werden Gülleuntersuchungen durchgeführt und die Landwirte werden bei der Verbesserung der Ausbringungsstrategie von Gülle unterstützt. Dazu passt die Förderung gewässerschonender Technologien. „Die gemessenen Werte gehen langsam, aber sicher runter. Durch die Maßnahmen geht die Belastung sukzessive in die richtige Richtung – und das seit 25 Jahren“, weiß Henning Wagner, Technischer Leiter der Stadtwerke Wesel.

Der Unsicherheitsfaktor ist das Klima. So haben Dürresommer 2018 und 2019 dafür gesorgt, dass Stickstoff unverbraucht im Boden blieb. Dadurch war insgesamt weniger Nachdüngung nötig. „Die Beratung wirkt, die Landwirte haben entsprechend gehandelt“, sagt Henning Wagner.

Die Beratungskooperation umfasst maximal drei Berater, das sind 2,5 Stellen. Der verlängerte Vertrag tritt im Januar 2020 in Kraft, er endet am 31. Dezember 2024.

(RP)