Wesel: Stadttaubenprojekt sucht Zeugen für Tierquälerei

Wesel : Stadttaubenprojekt sucht Zeugen für Tierquälerei

Unbekannte haben einen Vogel radikal gestutzt.

Auf einen Fall von Tierquälerei macht das Stadttaubenprojekt aufmerksam - und bittet um Zeugenhinweise.

Am Dienstagvormittag hat der Hausmeister des Kaufhof-Parkdecks die Aktiven darüber informiert, dass eine Stadttaube flugunfähig und damit hilflos in der Windstege am Straßenrand sitze. Die Tierfreunde bargen den Vogel und mussten feststellen, dass er durch Menschenhand bewusst flugunfähig gemacht wurde. An beiden Seiten waren symmetrisch die Schwungfedern weit oben abgeschnitten worden. Zudem waren alle Schwanzfedern bis auf den Rumpf fein säuberlich abgetrennt. Wunden gab es nicht. Dies spreche gegen einen Unglücksfall, teilt Projektsprecherin Silja Meyer-Suchsland mit. Das verstümmelte Tier sei schwer traumatisiert, trinke und fresse nicht. Manche Taubenbesitzer schneiden ihren Tieren bewusst die Schwungfedern ab, damit sie nicht fortfliegen können. Auch das sei Tierquälerei, sagt Silja Meyer-Suchsland. Gestern hat der Verein Strafanzeige gegen unbekannt erstattet sowie das Veterinäramt informiert. Mögliche Zeugen können sich beim Stadttaubenprojekt unter Tel. 0281 4056363 melden.

"Tierquälerei, selbst gegen nicht immer beliebte Stadttauben, darf eine Gesellschaft nicht dulden", sagt Meyer-Suchsland. Sie sei keine Lösung, sondern mache den ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern des Projektes das Leben schwer.

(RP)
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