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Stadtradeln: Hamminkeln will 200.000-Kilometer-Marke knacken

Hamminkeln macht mit bei Mobilitätswettbewerb : Stadtradel-Star Lindau will’s noch einmal wissen

Hamminkeln will beim bundesweiten Mobilitäts-Wettbewerb vom 2. bis 22. Mai die 200.000-Kilometer-Marke knacken. Schon zahlreiche Teams aus der Stadt der sieben Dörfer haben sich angemeldet.

Vom 2. bis zum 22. Mai beteiligt sich der Kreis Wesel zum sechsten Mal am bundesweiten Mobilitätswettbewerb „Stadtradeln“. Dauerbrenner unter den 13 teilnehmenden Kommunen ist Hamminkeln. Ausdauer und Ehrgeiz haben sich hier bei den bisherigen  Stadtradel-Veranstaltungen mit der guten und gelungenen Absicht verbunden, die sanfte Art der Fortbewegung voranzubringen und das Auto zurückzudrängen. Um diese Botschaft geht es, nicht ums mehr, länger und weiter. Dennoch: In Corona-Zeiten erlebt das Fietsfahren einen Boom. Deshalb ist es gut möglich, dass der Wettbewerb 2021 mit Rekorden endet.

„Teams können weiterhin gegründet werden“, sagen Mandy Panoscha und Thomas Michaelis, die Organisatoren im Rathaus. Bürgermeister Bernd Romanski betont auch die Sicherheit. Er selbst ist bekennender Fahrradhelm-Nutzer.

Geht man rein von den Daten aus, wären in Hamminkeln zu schlagen: 213.657 Kilometer, erradelt von 1265 Teilnehmern und 71 Teams in drei Wochen im Jahr 2020. Das war Platz drei im Kreis Wesel. Zuvor wurde vier Jahre lang Platz eins erreicht. In der relativen Wertung „meiste Kilometer pro Teilnehmer“ blieb Hamminkeln spitze mit 7,68 Kilometer. 2017 wurden noch insgesamt 107.641 Kilometer geschafft, die Kurve zeigt erheblich nach oben.

Das liegt an den vielen Gruppen, Gemeinschaften, Familien und Nachbarschaften, die in die Pedale treten. Alle, die in Hamminkeln wohnen, arbeiten oder einem Verein angehören, können mitmachen. Eine Anmeldung ist jederzeit möglich unter www.stadtradeln.de/hamminkeln, auch nach dem 2. Mai.

Stand jetzt haben sich bereits 33 Teams angemeldet. Darunter sind natürlich die Radfahrlobbyisten vom ADFC mit 26 Personen, die Seniorenunion Hamminkeln, die gerne Ausfahrten unternimmt, sowie Radlergruppen aus den Ortsteilen und schon 15 Unternehmen. Rückmeldungen hat es auch von Schulen und Kitas gegeben. Die besten Teams erhalten Geldpreise. Mit an Bord sind auch mehrere lokale Sponsoren.

Dazu hat Hamminkeln, als Flächengemeinde traditionell immer besonders ambitioniert, eine Vorzeigefigur, den Stadtradel-Star. Vier Jahre lang war das schon Rolf Lindau. Da es nicht so einfach ist, eine Gallionsfigur zu finden, ist er wieder in die Bresche gesprungen. „Ich und meine Familie fahren sowieso viel Fahrrade, wir erledigen mit dem Anhänger auch Einkäufe“, sagt der Dingdener, der in Hamminkeln die Volksbank-Filiale leitet.

Drei Wochen lang muss er als Star des Wettbewerbs ab dem 2. Mai sein Auto stehenlassen. Das heißt, er wird bei Veranstaltungen auch die Bankstandorte Wesel, Voerde und Dinslaken mit dem Rad ansteuern. Mehr als 1000 Kilometer werden so zusammenkommen. Zeitlich ist der Standortwechsel zu verkraften. Von Dingden bis zur Filiale Hamminkeln braucht der drahtig-sportliche Volksbanker, der auch mal mit dunklem Anzug unterwegs ist, mit dem E-Bike 15 Minuten. „Kein Problem, mit dem Auto wären es zehn Minuten Fahrzeit“, sagt er.