Veranstaltung: Erntedankfeier des Heimat- und Geschichtsvereins Schermbeck

Erntedankfeier des Heimat- und Geschichtsvereins : „Dankbarkeit und Vertrauen braucht unsere Gesellschaft“

Am Freitagabend fand die vom Heimat- und Geschichtsverein geleitete Erntedankfeier statt. Neben einem musikalischen Programm ging es inhaltlich um den Sinn des Dankens – und was das mit einem zufriedenen Leben zu tun hat.

Zunächst versammelten sich Schermbecker Tambouristen sowie Mitglieder der Katholischen Landjugendbewegung, die einen großen Strohkranz gebunden hatten, an der Nispa gegenüber der Ludgeruskirche. Dann zogen sie gemeinsam durch den Regen über die gesperrte Mittelstraße zur Volksbank, wo sie von Rolf Blankenagel, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, begrüßt wurden.

Als Mitglieder der Landjugend zogen Daniel Steinkamp, Lars Ufermann, Målin Baumeister und Niklas Linneweber den bunt geschmückten Kranz ebenso in luftige Höhe wie den Ring der Zunftzeichen und Wappen, die der Schermbecker Bildschnitzer Willi Wehmeyer zur Verfügung stellte.

Für die musikalische Untermalung sorgten nicht nur die Tambouristen, sondern auch die von Bastian Striewe geleitete Blaskapelle „Einklang“ sowie der vom Dirigenten Jörg Remmers geleitete Männergesangverein „Eintracht“, der für den Auftritt durch einige Sänger des MGV Gahlen-Dorf verstärkt wurde.

In seiner Festansprache sprach Rolf Blankenagel über die Sinnhaftigkeit des Dankens. „Wir kaufen unsere Lebensmittel in kleinen oder größeren Geschäften und denken oft gar nicht daran, wofür und warum wir danken sollen“, stellte er fest. „Danken verändert das Leben, das Danken macht froh, wer dankt, der hat entdeckt, dass das Leben nicht nur Hunger und Krankheit bereithält, sondern auch Liebe und Freude“, argumentierte Blankenagel. Danken mache letztlich demütig. Wer danke, dem sei bewusst, dass er sich nicht selbst danke, sondern anderen Menschen und ihrer Arbeit, gleich wie und wo sie getan werde. „Dankbarkeit und Vertrauen“, so Blankenagel, „braucht unsere Gesellschaft so nötig wie das tägliche Brot, trotz aller Probleme, die wir zu bewältigen haben.“

(hs)
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