Türöffner-Tag: Hinter den Kulissen der Malteser und der Johanniter

Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus : Hinter den Kulissen der Malteser und der Johanniter

Die Malteser und die Johanniter geben beim Türöffner-Tag einen Einblick in ihre Arbeit. Besonders die Rettungswagen ziehen kleine, aber auch viele große neugierige Besucher an

Jede Menge Blaulicht war jetzt am Quartier der Malteser in Wesel zu sehen. Auch Kinder mit „blutigen Wunden“ liefen umher, die Mitglieder des Hilfsdienstes hatten alle Hände voll zu tun. Die Sanitäter und Ärzte mussten aber nicht zu keinem schweren Einsatz ausrücken und die blutigen Schläfen waren nur aufwendig mit Kunstblut geschminkt.

Zum ersten Mal machte der Malteser-Hilfsdienst beim mittlerweile 9. Türöffner-Tag der „Sendung mit der Maus“ mit. Er war einer von bundesweit 796 Einrichtungen oder Institutionen, die an diesem Tag Türen öffneten, die für Besucher normalerweise geschlossen bleiben.

Beim Maustüröffnertag der Malteser „schminkt“ Nina Schelenz dem achtjährigen Johann Langhoff eine Verletzung ins Gesicht Gerd Hermann FFS. Foto: Gerd Hermann

„Wir haben die Aktion genutzt, um unsere Arbeit und vor allem auch unsere ehrenamtliche Einheit einmal vorzustellen“, erklärte der Malteser-Kreisbeauftragte und Arzt Norbert Berrens. „Die Malteser sind nicht nur Blaulicht, sondern auch in der Flüchtlings- oder in der Altenhilfe aktiv“, ergänzte Diözesanarzt Frank Marx. In der Fahrzeughalle an der Straße Am Blaufuß stellten sich daher auch diese Abteilungen vor. Die Mitglieder zeigten den Besuchern außerdem Erste-Hilfe-Handgriffe und die Krankenwagen. Dazu gab es eine Übung mit dem Fahrzeug für den Katastrophenschutz.

„Das ist eine tolle Aktion“, sagte Carmen Fleuth. „Sie hilft auch, um die eigene Angst vor so einem Rettungswagen abzubauen, wenn man schon einmal drin war.“ Ein weiterer Grund für die Viersener Familie, nach Wesel zu kommen: Fleuths Kinder Felix und Fabian sind bei den Maltesern und bei der Jugendfeuerwehr aktiv. „Diesem Ehrenamt muss man einfach Respekt erweisen“, betonte Vater Roland Fleuth.

Nur ein paar Straßen weiter, an der Schermbecker Landstraße, zeigte sich ein ähnliches Bild ab: Vor der Rettungswache der Johanniter-Unfall-Hilfe hatten die Fahrzeuge ebenfalls ihre Türen geöffnet. Zum achten Mal machten die Weseler Johanniter beim Türöffner-Tag mit. „Wir möchten den Kindern zeigen, was sie in einem Notfall tun können, ohne überrumpelt zu sein“, sagte Rettungswachen-Leiter Sascha Berg.

Rund 100 Kinder besuchten die Wache. Sie konnten zudem einen kleinen Parcours absolvieren. Dabei gab es vier Stationen. Sie lernten zum Beispiel, wie sie ihre Eltern in die stabile Seitenlage bringen oder wie ein Pflaster richtig um die Fingerkuppe geklebt wird. Eine besonders begehrte Station war das Telefon. Hier konnten die kleinen Besucher üben, wie ein richtiger Notruf abgesetzt wird. Am anderen Ende der Leitung saß ein Mitarbeiter der Johanniter-Zentrale und stellte die Fragen.

Aber nicht nur die kleinen Besucher, auch die großen stellten viele Fragen oder wollten einmal im Rettungswagen Platz nehmen. „Das Highlight bleibt das Drücken des Blaulichtknopfes. Blaulicht zieht bei den Kindern, aber auch noch bei vielen Vätern“, sagte Sascha Berg schmunzelnd. Joh

(rme)