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Aus Den Schulen: Spannende Experimente für Grundschüler

Aus Den Schulen : Spannende Experimente für Grundschüler

Wenn die Jungen und Mädchen der Gemeinschaftsgrundschule Schermbeck mit ihren Freunden künftig im Zoo die Eisbären beobachten, dann können sie ihnen erklären, dass der Eisbär unter seinem weißen Fell, das zur Tarnung auf dem Eis dient, eine schwarze Haut hat, damit er nicht friert. Und als Grund dafür können sie gleich hinzufügen, dass schwarze Dinge sich durch Sonnenstrahlen schneller erwärmen.

Das war nicht die einzige Entdeckung, die die Kinder aus den Klassen 3a bis 3c gestern machten, als sie eineinhalb Stunden lang in den naturwissenschaftlichen Fachräumen der Schermbecker Gesamtschule experimentieren durften.

Die Grundschüler nahmen an zehn Experimenten teil, die von Acht- und Zehntklässlern vorbereitet worden waren. Für jede der zehn Stationen gab es in einem umfangreichen Experimentierheft Beschreibungen und Anweisungen. In diesem Heft mussten auch die Beobachtungsergebnisse notiert werden.

Die Grundschulkinder waren mit Begeisterung bei der Sache, zumal bereits die Fragestellungen an den Stationen neugierig machten. Kann Papier Wasser stoppen? Was auf den ersten Blick als unwahrscheinlich galt, wurde experimentell bewiesen, wobei die Kinder feststellten, dass der Luftdruck von unten so stark gegen einen Pappstreifen drückte, dass das in einem auf dem Kopf stehenden Glas befindliche Wasser nicht nach unten austreten konnte.

Dass sich Zucker aus der Cola beim Verbrennen schwarz färbt, während der Süßstoff in der Cola light eine bräunliche Verfärbung zeigt, entdeckten die jungen Forscher ebenso wie die unterschiedliche Farbe von Rotkohlsaft, wenn man Säuren oder Laugen hinzufügt. Nebenan entdeckten Jussuf, Ryan und Sophie aus der 3b, dass sich die Flamme eines Bunsenbrenners unterschiedlich färbt, wenn man verschiedene Metallsalze verbrennt. Deshalb werden solche Metallsalze auch beim Feuerwerk verwendet.

Mit den lebenden Stabheuschrecken mussten die Kinder besonders vorsichtig umgehen. Anna-Lena und Anna-Nyawira konnten beim genauen Hinsehen und Abzählen feststellen, dass diese Insekten sechs Beine haben. Jule und Sina staunten mächtig, als sie mit Hilfe eines Mikroskops entdeckten, wie viele Kleinstlebewesen in einem einzigen Tropfen eines Heuaufgusses herumschwimmen.

Die Kinder lernten, wie man seinen eigenen Fingerabdruck sichtbar machen kann, wie die Chromatographie funktioniert und wie man sich mit Hilfe eines Nagels, eines Magneten und eines Korkens einen Kompass bauen kann, der die Himmelsrichtungen genau angibt.

Zur Erinnerung an den Vormittag in der Schermbecker Gesamtschule gab es für jedes Kind ein "Forscherdiplom". hs

(RP)