Aus Den Schulen: Kinderuni: Schüler experimentieren mit Tinte

Aus Den Schulen : Kinderuni: Schüler experimentieren mit Tinte

Till (9) füllt mit Hilfe einer Pipette Salzsäure in ein Reagenzglas. Dazu kommen ein paar Tropfen grüne Tinte. Die Flüssigkeit verfärbt sich sofort hellgelb. "Das liegt bestimmt an der Salzsäure", vermutet Luke, ebenfalls neun Jahre alt. Die Schüler beobachten das Experiment genau. Neben der Salzsäure werden auch Natronlauge und destilliertes Wasser zusammen mit der Tinte in die Röhrchen gefüllt. "Säuren färben die Tinte heller, die Natronlauge verfärbt die Tinte jedoch kaum", erklärt eine Oberstufenschülerin das Experiment.

Till (9) füllt mit Hilfe einer Pipette Salzsäure in ein Reagenzglas. Dazu kommen ein paar Tropfen grüne Tinte. Die Flüssigkeit verfärbt sich sofort hellgelb. "Das liegt bestimmt an der Salzsäure", vermutet Luke, ebenfalls neun Jahre alt. Die Schüler beobachten das Experiment genau. Neben der Salzsäure werden auch Natronlauge und destilliertes Wasser zusammen mit der Tinte in die Röhrchen gefüllt. "Säuren färben die Tinte heller, die Natronlauge verfärbt die Tinte jedoch kaum", erklärt eine Oberstufenschülerin das Experiment.

Insgesamt 32 Jungen und Mädchen der dritten und vierten Klasse haben sich im Chemieraum des Andreas-Vesalius-Gymnasiums (AVG) versammelt und unterschiedliche Experimente ausprobiert. Unter dem Motto "Chemie im Federmäppchen" hatte das AVG im Vorfeld Grundschüler aus dem Kreis Wesel zum ersten Mal zur Kinderuni eingeladen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Angebot bieten können", sagte Schulleiterin Dorothée Brauner. "Wir hoffen, dass die Schüler dadurch neue Erkenntnisse und Ideen gewinnen können." Christian Karus, Lehrer für Chemie und Erdkunde, und Susanne Ullrich Winter, Lehrerin für Chemie und Biologie am AVG, leiteten das Projekt. "Das ist die erste Veranstaltung im Rahmen der Kinderuni", sagte Karus. "Gemeinsam mit der Schulleitung und der Oberstufenkoordination haben wir die Idee zur Kinderuni entwickelt." Auch externe Partner wie Uli Brauner von der Technischen Universität Dortmund seien Teil des Projekts. Karus wies darauf hin, dass auch im nächsten Jahr wieder eine Kinderuni mit unterschiedlichen Workshops stattfinden soll. "Im Unterschied zur Kinderuni an den Universitäten haben die Schüler hier die Möglichkeit, in den Workshops etwas Praktisches zu machen", erklärte er. "Das Ziel ist es, das Interesse der Kinder möglichst früh wachzuhalten." Die Jungen und Mädchen jedenfalls waren mit Eifer dabei. Auch an den anderen Stationen konnten sie unter Aufsicht der Mittel- und Oberstufenschüler eigene Experimente durchführen.

Die 18-jährige Milena Müller zeigte zwei Schülerinnen, wie man mit Hilfe von Wasser, Filterpapier und Filzstiften ein buntes Farbenspiel gestalten kann. Dazu wurde zunächst ein Loch in die Mitte des Papiers geschnitten. Dann konnten die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen und das Filterpapier mit den Stiften bemalen. Anschließend wurde ein weiteres Papier eingerollt und in das Loch des bemalten Papiers gesteckt. Dieses Konstrukt wurde dann in eine Petrischale mit Wasser gestellt. Das Ergebnis: Die Punkte und Striche auf dem Papier zerlaufen zu einem schönen Muster. "Das liegt daran, dass im Filterpapier kleine Löcher sind. Wenn Wasser hinzukommt, verläuft die Farbe", erklärte Müller.

Das AVG lädt für 15. Juni zum nächsten Workshop der Kinderuni ein. Thema: Shakespeare's world. af

(RP)