Gartrop-Bühl: Urwüchsiger Weihnachtsmarkt lädt ein

Hünxe im Advent: Gartrop-Bühl: Urwüchsiger Weihnachtsmarkt lädt ein

Bürger- und Sportschützen haben wieder die Veranstaltung organisiert. Neben den Ständen mit Kunsthandwerk gab es auch eine Kettensägen-Show

Das unverkennbare Geräusch der Kettensäge schallte über den Platz in Gartrop. Martin Lacks schwang sein Werkzeug und nach und nach wurden auf dem Holzklotz die Umrisse einer Laterne sichtbar, auf der ein Pilz thront. Daneben befand sich eine kleine Feuerstelle und ein Tisch, auf dem er seine fertigen Werke verkaufte. Staunend standen die großen und kleinen Zuschauer daneben und rätseln, wie das fertige Werk schlussendlich aussehen könnte. Die Kettensägen-Show des gelernten Schreiners war eines der großen Highlights des Weihnachtsmarktes.

Umgeben von Wald fand auch in diesem Jahr wieder der Weihnachtsmarkt in Gartrop-Bühl statt. Er hat seinen urwüchsigen Charakter gewahrt: Es ist ein kleiner rustikaler Weihnachtsmarkt. In der Mitte befand sich eine große Feuerstelle umgeben von Heuballen, auf denen sich die kleinen und großen Besucher niederließen und ihr Stockbrot ins Feuer hielten und sich dabei aufwärmten. Um das Feuer herum und in der angrenzenden Anlage des Schützenvereins verkauften die Mitglieder des Bürgerschützenverein und die Sportschützen ihre selbstgebastelten Werke.

  • Mit Kettensägenkünstlern : Weihnachtsmarkt am Schützenhaus Gartrop

Vanessa Kleine-Berkenbusch war zum ersten Mal dabei. Sie bastelt „Stampin`Up“ Produkte wie zum Beispiel kleine Teebeutelbücher oder Geschenkkästchen gefüllt mit Nuss-Nougat Creme. Mit an ihrem Tisch saß ihre Mutter, die fleißig Socken für den Weihnachtsmarkt gestrickt hatte, sowie zwei Freundinnen. „Wir sind ein bunt gemischter kreativer Haufen“, lachten sie. Daniela Vossen verkaufte gehäkelte Halstücher und bei Nicole Szot konnten die Besucher Schmuck handgefertigt aus Gießharz erwerben. „In das Schmuckstück können individuell Andenken wie Haare des Hundes eingearbeitet werden“, erklärte Nicole Szot. „Anschließend wird der Harz in mehreren Schichten gegossen und gefeilt.“ Sie waren begeistert von der Resonanz auf den Weihnachtsmarkt und möchten unbedingt im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Am Nebentisch lockte Svitlana Kwyk die vorbeigehenden Menschen mit selbst gebackenem Brot. „Erst riechen, dann probieren“, erklärte sie. Gern verriet sie auch ihr Rezept, dass aus selbst gemachtem Sauerteig und vielen Kräutern, vor allem aber Koriander und Kümmel, besteht. „Auf unserem großen Grundstück wachsen unter anderem viele Nuss- und Kirschbäume und aus dem Überschuss produzieren wir die Marmeladen“, ergänzte ihr Mann. Überall lockten die handgemachten Körnerkissen, gestrickten Socken, Kerzen und Kekse zum Kaufen.

(fm)
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