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Glückwunsch: Früherer Wallfahrtsrektor feierte 85. Geburtstag

Glückwunsch : Früherer Wallfahrtsrektor feierte 85. Geburtstag

Kevelaer/Wesel (zel) Bei der Verleihung des Marketingpreises hatte PastorRichard Schulte Staade noch zu den Gästen gehört. Er führte mit vielen angeregte Gespräche, was deutlich machte, welch enge Verbindung der Geistliche immer noch nach Kevelaer und mit den Menschen hat. Daher werden ihm nun sicher viele zum 85. Geburtstag gratuliert haben, obwohl Schulte Staade inzwischen in Wesel wohnt.

Kevelaer/Wesel (zel) Bei der Verleihung des Marketingpreises hatte Pastor Richard Schulte Staade noch zu den Gästen gehört. Er führte mit vielen angeregte Gespräche, was deutlich machte, welch enge Verbindung der Geistliche immer noch nach Kevelaer und mit den Menschen hat. Daher werden ihm nun sicher viele zum 85. Geburtstag gratuliert haben, obwohl Schulte Staade inzwischen in Wesel wohnt.

1975 war er nach Kevelaer gekommen und wirkte dort viele Jahre als Wallfahrtsrektor. Als junger Seelsorger gab er der Wallfahrt neue Impulse. Lag die Zahl der Pilger vorher bei 250.000, wuchs sie in den kommenden Jahren auf mehr als das Dreifache. Er organisierte das Priesterhaus um und drückte dem Kapellenplatz mit den Umbauten seinen Stempel auf. Um die Jahrtausendwende besuchten 50 Bischöfe aus aller Welt die Marienstadt, kamen 800.000 Pilger, schliefen 12.000 Gäste im Priesterhaus und 5000 Gottesdienste wurden gefeiert. In seine Zeit in Kevelaer fallen auch Treffen mit zwei großen Persönlichkeiten der Katholischen Kirche: Im Mai 1987 besuchte Papst Johannes Paul II. die Marienstadt. Bei diesem Besuch entstand ein Foto, an das sich viele bis heute erinnern. Es zeigt Richard Schulte Staade, der den Papst am Arm fasst und in eine andere Richtung dirigiert. Natürlich dürfe man das nicht, sagte Schulte Staade später. "Aber ich habe aus der Not heraus gehandelt. So viele Messdiener hatten sich aufgereiht, um den Papst zu sehen. Da sollte er unbedingt hin." Noch heute werde gescherzt, dass selbst der Papst in Kevelaer nicht dahin könne, wo er wolle, sondern nur dahin, wohin es der Wallfahrtsrektor zulasse. Ebenfalls 1987 besuchte Mutter Theresa Kevelaer. Eine Begegnung, die prägte: "Sie hat in aller Einfachheit neue Wege beschritten", beschrieb er einmal das Tun der Ordensschwester und ihre Hilfe für die Armen.

(RP)