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Stadt teilt mit: Friedhof in Hamminkeln soll Kolumbarium bekommen

Neue Pläne der Stadt : Friedhof in Hamminkeln soll Kolumbarium bekommen

Die Stadt will auf die neue Bestattungskultur reagieren und beim Neubau der Friedhofshalle nun auch Urnenwände einrichten. Vor Jahren hatte der Arbeitskreis diese noch abgelehnt. Was sich geändert hat.

Das Thema Friedhöfe sorgt in Hamminkeln immer wieder für Gesprächsbedarf. Die Krähenplage in Dingden oder die Zukunft der Aussegnungshalle in Hamminkeln wurden mehrfach diskutiert. Ebenso geht es um den Trend zu Kolumbarien, der allerorten zu beobachten ist. Beim Treffen der Senioren-Union mit Bürgermeister Bernd Romanski war das ein eigener Themenbereich (wir berichteten). Politisch und organisatorisch gibt es dafür sogar den Arbeitskreis „Friedhofsangelegenheiten“.

Kolumbarien waren mehrfach Diskussionsstoff, sie entwickeln sich zur neuen Bestattungskultur. 2014 war besagter Arbeitskreis der Meinung, dass auf den kommunalen Friedhöfen keine Notwendigkeit für dieses Angebot bestand. Als Gründe dafür nannte der Arbeitskreis die hohen Kosten für die Anschaffung und Errichtung sowie die genügend freien Gräberflächen.

Das sieht heute anders aus. Denn die Verwaltung sieht im Zusammenhang mit dem nun anstehenden Neubau der Friedhofshalle auf dem Gelände des Friedhofs an der Brauereistraße vor, angrenzend an diesen auch Urnenwände zu errichten. Lob gab es dann für die Neugestaltung der Grabstätte Admiral van Lans auf dem ehemaligen evangelischen Friedhof Hamminkeln.

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Eine weitere Frage der Mitglieder der Senioren-Union bezog sich auf die Ruhezeiten. Viele Angehörige interessiert das. Die Zeiten sind unverändert, betragen allgemein 25 Jahre für Sarg- und Urnenbestattungen. Nur für Gräber von Kindern bis zu fünf Jahren ist die Ruhezeit auf 15 Jahre festgelegt. „Eine Verkürzung der Ruhezeit für Urnen wird aus Gründen der Gleichbehandlung und auch im Hinblick auf eine bessere Gebührengerechtigkeit seitens der Verwaltung nicht erwogen“, so die Stadt.

Ein Thema, das für Aufregung sorgte, wird weiter bestehen bleiben: die Krähenproblematik auf dem Friedhof Krechtinger Straße in Dingden. Diese hatte auch für politische Proteste gesorgt. Bekanntlich hatte die Verwaltung versucht, mit der Unteren Landschaftsbehörde beim Kreis Wesel eine Lösungsmöglichkeit abzustimmen. Die Belästigung durch die Krähen sollte so zumindest im Bereich der Leichenhalle zur Zeit von Beisetzungen und Trauerfeiern eingedämmt werden. Rückschnitte an einigen Bäumen wurden vorgenommen, größere Schirme an der Leichenhalle sollten die Trauergäste bei Beisetzungen vor herabfallenden Hinterlassenschaften der Krähen schützen.

Das Thema schlug keine neuen Wellen mehr. Aber: „Eine Vergrämung der gesamten Population vom Friedhof Krechtinger Straße wird dagegen als rechtlich nicht umsetzbar angesehen“, teilt die Stadt Hamminkeln mit. Denn die Vögel sind geschützt.