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St. Ludgerus Schermbeck verabschiedet Leiter des Marienheims

Schermbeck : Dank für „Caritas auf zwei Beinen“

Die Schermbecker Pfarrgemeinde St. Ludgerus verabschiedete mit einem Gottesdienst jetzt Klaus P. Optenhövel, den langjährigen Leiter des Marienheims. Die offizielle Abschiedsfeier steht noch aus.

Die scharfen Einschränkungen, die für Altenheime in Zeiten der Corona-Pandemie gelten, haben bislang Klaus P. Optenhövels Verabschiedung als Leiter des Marienheims an seinem Arbeitsplatz verhindert. Umso mehr konnte er sich jetzt freuen, als er im Anschluss an die Eucharistiefeier in der Ludgeruskirche von der Katholischen Kirchengemeinde verabschiedet wurde.

„Du bist Teil einer fast 150-jährigen Geschichte unseres Marienheims, die du in den letzten Jahrzehnten wesentlich mitgestaltet hast“, stellte Pastor Klaus Honermann in seiner Dankesansprache fest und erinnerte daran, dass Optenhövel vor 20 Jahren, genau am 1. Februar 2000, die Leitung des Marienheims übernahm. Der Diplom-Pädagoge und Religionspädagoge war zuvor als hauptamtlicher Mitarbeiter im caritativ-pastoralen Bereich der katholischen Kirche im Raum Köln und Bergisch Gladbach tätig. Die geringeren Wegestrecken im Rahmen der täglichen Arbeit und die Möglichkeit, mit Ordensschwestern zusammenzuarbeiten, waren Gründe für den Wechsel nach Schermbeck, wo damals noch ein Franziskanerkonvent im Marienheim tätig war.

„Du hast noch die Zeit mehrerer Schwestern erlebt, der Mauritzer Franziskanerinnen, die wir 2012 verabschiedet haben, zuletzt Schwester Ottokaris und Schwester Alberika“, rief Honermann in Erinnerung und fügte hinzu: „Immer warst du mit unserer Pfarrei St. Ludgerus eng verbunden, nicht nur wegen der Gottesdienste, die wir zusammen im Marienheim gefeiert haben.“ Optenhövel habe das Marienheim als lebendigen, wesentlichen Teil der Gemeinde gesehen und seinen Teil dazu beigetragen, dass dies Wirklichkeit geworden sei. Als Beispiel für die enge Unterstützung der Kirchengemeinde nannte Honermann die Möglichkeit, das Marienheim einzubeziehen bei Fronleichnamsprozessionen, bei Pfarrfesten und bei der Bewirtung nach dem jährlichen Gottesdienst für Trauernde. „Das entspricht ganz und gar deiner geistlichen Haltung, denn du bist nicht einfach Geschäftsführer und Sozialarbeiter, sondern eben Caritas auf zwei Beinen.“ Optenhövels Arbeit sei immer von seinem Gebet getragen gewesen. Gemäß der benediktinischen Spiritualität „Bete und arbeite!“ habe er die Kapelle des Marienheims zumindest als seinen zweiten Arbeitsplatz betrachtet. Dass das Marienheim zu einem Zentrum des Schermbecker Karnevalsbrauchtum wurde, verdanken die Bewohner und Mitarbeiter den Erfahrungen Optenhövels aus Köln.

Von Pastor Xavier Muppala erhielt Klaus P. Optenhövel einen bunten Kittel und einen farbenprächtigen Schal als Zeichen für Freude und Glück im Leben. Eine solche Tradition kennt Muppala aus seiner indischen Heimat, wo Kittel und Schal als Zeichen der Ehre und des Lobes überreicht werden.

Im Namen der Pfarrei und ganz persönlich dankte Honermann „für eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wir als Pfarrei und ich als Mensch hatten mehr als eine Geschäftsbeziehung.“ Honermanns versicherte Optenhövel, dass man „verbunden bleiben wird“. Der betonte: „Ich komme gerne, wenn Sie mich brauchen können.“ Ein Wiedersehen wird es auf jeden Fall geben, wenn in Zeiten geringerer Corona-Einschränkungen die offizielle Abschiedsfeier im Marienheim starten kann. Die wird von dann von Optenhövels  Nachfolgerin Angela Lause geleitet. Sie hat inzwischen ihren Dienst im Marienheim begonnen.