Zebras verkaufen sich teuer

In der ersten Runde des Niederrheinpokals unterlag BW Wesel dem NRW-Ligisten 1. FC Kleve mit 1:4. Der Bezirksligist bot dem Favoriten lange Zeit Paroli, konnte ihn aber nicht ernsthaft gefährden.

Die Hoffnung auf eine Sensation währte nur sechs Minuten. Manuel Viltuznik hatte für BW Wesel in der 50. Minute den zu diesem Zeitpunkt nicht einmal unverdienten Ausgleichstreffer zum 1:1 markiert. Doch wenig später schoss Benedikt Koep den 1. FC Kleve wieder in Front. Es war die entscheidende Szene der Partie, denn danach brachten die Zebras den NRW-Ligisten nicht mehr in Gefahr und mussten schließlich in der ersten Runde des Niederrheinpokals eine 1:4 (0:1)-Niederlage hinnehmen.

Am guten Auftritt der Schützlinge von Trainer Heribert Macherey änderte dies aber nichts. "Kompliment an die Mannschaft. Sie hat gut gestanden und kaum Chancen des Gegners zugelassen. Bis zur Pause war gar nicht zu erkennen, welche Mannschaft drei Klassen höher spielt", freute sich Macherey über die Darbietung des Bezirksligisten. In der Tat dauerte es mehr als eine halbe Stunde, bis sich die Klever auf dem für sie ungewohnten Ascheplatz im Lippestadion eine leichte Feldüberlegenheit erarbeiteten. Benedikt Koep (36.) hatte dann für die Gäste bereits das 1:0 auf dem Fuß, das Jonas Kremer 300 Sekunden später im Anschluss an einen Eckball per Kopf erzielte.

Viltuzniks Heber

Nach dem Wechsel folgte dann der Auftritt von Viltuznik, der einen Fehler im Spielaufbau des FC Kleve mit einem Heber über den herausstürzenden Gäste-Keeper zum 1:1 nutzte. Der Favorit beschränkte sich nach der abermaligen Führung durch Koep auf die Verwaltung des Resultats. Trotzdem reichte es für den NRW-Ligisten noch zu zwei weiteren Toren. Jonas Kremer (73.) war erneut mit einem Kopfball erfolgreich und Marek Klimczok (80.) stellte den Endstand her.

Beinahe wäre es zu diesem letzten Treffer gar nicht mehr gekommen. Denn eine Viertelstunde vor dem Ende unterbrach der Schiedsrichter die Partie, weil nach einem heftigen Regenschauer die Linien des Spielfelds nicht mehr zu erkennen waren. Eilig herbeigeschaffte Markierungen veranlassten ihn dann aber doch dazu, die Begegnung fortzusetzen.

Macherey kritisiert Referee

Auf den Referee war Macherey anschließend nicht gut zu sprechen. "Er hat einige Entscheidungen zu unserem Nachteil getroffen", ärgerte sich der Coach, bei dem aber die Zufriedenheit über die gute Vorstellung seines Teams überwog. "Die Niederlage ist ein wenig zu hoch ausgefallen. Ab der 65. Minute ließen bei uns die Kräfte nach", meinte er und fügte hinzu: "Wir können viel Positives mit in die Meisterschaft nehmen."

BW Wesel: Olland – Steinert, R. Fiori, Rieger, Schmitz, Macherey (75. Kühn), Gründgens, Vural, Sicurello, S. Fiori (75. Amerkamp), Viltuznik.

(RP)
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