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Fußball: Zebras geben grünes Licht für Fusion mit Viktoria

Fußball : Zebras geben grünes Licht für Fusion mit Viktoria

BW Wesel: 24 der 28 anwesenden Mitglieder stimmen bei außerordentlicher Versammlung für den Zusammenschluss.

Die Fußball-Ehe im Lippestadion ist so gut wie perfekt. Auch BW Wesel gab gestern Abend bei einer außerordentlichen Versammlung grünes Licht für eine Fusion mit Viktoria Wesel. 24 der 28 anwesenden Mitglieder stimmten dafür – die erforderliche Dreiviertel-Mehrheit wurde damit erreicht. Drei Mitglieder waren gegen einen Zusammenschluss der Clubs, die sich das Lippestadion teilen. Ein Mitglied enthielt sich der Stimme.

Die Viktoria hatte sich bereits Ende Mai mit großer Mehrheit für eine Fusion der beiden Clubs ausgesprochen, die in der Jugend schon eine Spielgemeinschaft bilden. Die nächsten Schritte auf dem Weg zur gemeinsamen Zukunft dürften somit nur noch reine Formsache sein.

Die Vorstände der Zebras und der Viktoria werden sich jetzt zusammensetzen und mit Unterstützung des Fußball-Verbandes Niederrhein die Details des Zusammenschlusses absprechen. Der neue Club wird bei einer Versammlung aus der Taufe gehoben, wobei die Viktoria als älterer Verein bestehen bleibt und BW Wesel aufnimmt. Der Name des Fusionsclubs, der ab der kommenden Saison an den Start gehen soll, steht noch nicht fest. Auch die Besetzung des Vorstands ist unklar. Ingo Schmitz, Vorsitzender der Zebras, erklärte gestern nur, dass er im neuen Verein mitarbeiten will.

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Schmitz war enttäuscht, dass lediglich 28 der nur noch knapp 100 Mitglieder der Zebras zur Versammlung kamen, die nach 21 Minuten schon vorbei war. "Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass wir einen neuen Weg gehen müssen", sagte Schmitz. Die Mitgliederzahl ist seit Jahren rückläufig. BW Wesel hat immer größere Probleme, seinen Etat zu decken. Und es sind immer weniger Mitglieder bereit, sich im Verein zu engagieren. "So macht die Arbeit im Vorstand keinen Spaß mehr. Wir hatten eine tolle und erfolgreiche Zeit mit drei Aufstiegen, die wir alle genossen haben. Doch es hat keinen Sinn, wenn wir alleine weitermachen. Dann ist das Aus des Vereins absehbar. Wir müssen jetzt etwas verändern. Einen anderen Weg gibt es nicht", sagte Schmitz.

(josch)