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Fußball: Wuppertaler SV: Absagenflut nimmt vorerst kein Ende

Fußball : Wuppertaler SV: Absagenflut nimmt vorerst kein Ende

Nächste Oberliga-Partie muss verlegt werden. Andere Clubs beschweren sich über die entstehenden Kosten.

Es scheint der Evergreen der Fußball-Oberliga zu werden. Der 3. Spieltag ist noch nicht einmal absolviert, da steht bereits die nächste Partie mit Beteiligung des Wuppertaler SV vor der Absage. Nach dem Ausfall des Eröffnungsspiels bei Germania Ratingen 04/19 und der bereits verschobenen Begegnung von diesem Wochenende beim SV Hönnepel-Niedermörmter wird auch das Gastspiel des WSV beim VfL Rhede, das für den 1. September angesetzt ist, aller Voraussicht nach nicht stattfinden können. Grund sind die bereits bekannten Sicherheitsbedenken. Man fragt sich allerdings allmählich, wo das noch hinführen soll.

Diesmal ist aber nicht die Polizei oder die Zentrale Informationsstelle für Sporteinsätze (ZIS) die treibende Kraft in der Thematik. Zum ersten Mal äußert nun ein Heimverein von sich aus Bedenken. "Wir müssten ein neues Sicherheitskonzept ausarbeiten und Baumaßnahmen durchführen. Dabei handelt es sich nicht einfach nur um Bauzäune, die aufgestellt werden müssen. Wir müssten zwei Meter hohe Gitter aufbauen und 60 professionelle Ordner einsetzen. Das würde uns über 10 000 Euro kosten", wird Paul Heuer, Vorsitzender des VfL Rhede, im Reviersport zitiert.

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Die Vereine, zu denen auch der PSV Wesel zählt, stecken in einer Zwickmühle. Spielverlegungen in andere Stadien sollen zwar mehr Sicherheit garantieren, kosten aber in erster Linie eine Stange Geld. Und das muss schließlich der jeweilige Gegner des Wuppertaler SV bezahlen, der für die rund 300 im Raum stehenden Wuppertaler Problem-Fans am wenigsten kann. Konkrete Lösungsvorschläge von Seiten des Fußball-Verbandes Niederrhein (FVN) gibt es noch nicht. Darüber echauffiert sich Georg Mewes, Trainer des SV Hönnepel-Niedermörmter, ebenfalls im Reviersport. "Wir sind alle Mitglied im Verband, aber der Verband macht nichts für die Vereine. Für uns ist der Umzug nur ein riesengroßer Aufwand. Wir müssen die Unkosten tragen und können am Ende maximal nur 80 Zuschauer begrüßen."

Hönnepels Heimspiel gegen den WSV wurde auf den 18. September verlegt und soll dann in Kleve stattfinden. Bei der Problematik gibt es übrigens nur Verlierer. Dazu zählt nicht zuletzt auch der Wuppertaler SV, der sich zumindest in naher Zukunft auf keinen geregelten Spielrhythmus einstellen kann.

(db)