Triathlon: WTV und Triathlon - das passt

Triathlon : WTV und Triathlon - das passt

Der Sparkassen-Triathlon des Weseler TV war trotz des miesen Wetters erneut ein Erfolg. Organisator Manfred Frach freut es vor allem, dass die Abteilung selbst immer mehr Verantwortung übernimmt.

Der Weseler TV betrat mit der Organisation des Sparkassen-Triathlons vor drei Jahren absolutes Neuland. Nach der dritten Auflage der Veranstaltung, die trotz des schlechten Wetters am vergangenen Sonntag erneut ein Erfolg war, ist mittlerweile klar, dass sich der Aufwand und das Risiko, das der Verein bereit war einzugehen, gelohnt hat. Im Interview mit RP-Mitarbeiter Daniel Brodhuhn zieht Organisator Manfred Frach zufrieden Bilanz und blickt gleich schon einmal aufs nächste Jahr voraus.

Herr Frach, sind Sie eigentlich noch immer nass?

Frach (lacht) Nein, mittlerweile geht's wieder. Ich habe mich am Montag trocken gelegen.

Im Ernst: die Wetterverhältnisse am Sonntag waren schon extrem...

Frach Ja, da haben wir wieder einmal Pech gehabt. Aber so ist das nun einmal. Von der Organisation her hat trotzdem alles wunderbar geklappt. Die befürchteten Stürze auf der Radstrecke sind zum Glück ausgeblieben. Lediglich ein Athlet, der in der Wechselzone unglücklich ausgerutscht ist, hat sich verletzt.

Dass es keinerlei Stürze gab, war auch den vielen freiwilligen Helfern an der Strecke zu verdanken.

Frach In der Tat. Wir hatten insgesamt 58 Leute allein an der Radstrecke im Einsatz. Alle haben einen tollen Job gemacht. Das haben uns auch die Sportler bestätigt. Ich habe am Montag etliche E-Mails erhalten, worin sich die Athleten für die Hilfestellung, die die Helfer bei den gefährlichen Stellen auf der Strecke geleistet haben, bedankt haben. Ein weiteres großes Lob gebührt auch Herrn Streich und seinen Mitarbeitern bei ASG Wesel, die bereits am vergangenen Montag die Bodenschwelle am Deich entfernt hatten und auch in den Tagen danach mit dem Aufstellen der Gitter und Verkehrsschilder jede Menge geleistet haben.

Die Organisation eines Triathlons ist mit anderen Veranstaltungen des WTV nicht zu vergleichen. Wie wichtig ist da auch die Unterstützung eines Sponsors?

Frach Die ist enorm. Ohne die Verbandssparkasse wäre dieses Event für uns nicht zu stemmen. Bei einem Triathlon kommen Kosten in einem immensen Ausmaß auf einen zu, die man bei den anderen Veranstaltungen nicht hat.

Aufgrund des schlechten Wetters und der Konkurrenz-Veranstaltung in Düsseldorf waren diesmal "nur" 300 Sportler am Start. Waren Sie mit der Resonanz dennoch zufrieden?

Frach Auf jeden Fall. Insbesondere als ich erfahren habe, dass es am Sonntag neben dem Triathlon in Düsseldorf, auch noch einen Wettkampf in Münster gab. Unter diesem Gesichtspunkt können wir absolut zufrieden sein.

Sie leiten die Leichtathletik-Abteilung beim Weseler TV und sind trotzdem auch Organisator des Triathlons, obwohl es mittlerweile eine eigene Triathlon-Abteilung im Verein gibt. Dies hat aber einen guten Grund.

Frach Ja natürlich. Den ersten Triathlon hat die Leichtathletik-Abteilung vor drei Jahren ganz allein durchgeführt. Die Triathlon-Abteilung ist erst später ins Leben gerufen worden. Mittlerweile umfasst sie immerhin schon 25 Mitglieder, Tendenz steigend.

Und diese standen Ihnen am Sonntag helfend zur Seite?

Frach Sie haben bereits im vergangenen Jahr ihren Teil geleistet. Die Schwimmstrecke am Auesee wird komplett von der Abteilung überwacht. Auf der Radstrecke hatten wir diesmal drei Einsatzleiter vor Ort, die ebenfalls Mitglied der Triathlon-Abteilung sind. Lediglich die Laufstrecke wird weiterhin von uns Leichtathleten betreut. Die Entwicklung der Triathlon-Abteilung unter der Leitung von Stefan Flintrop und Stefan Zenker ist absolut bewundernswert. Sie arbeitet bereits sehr eigenständig und ist eine echte Bereicherung für unseren Verein.

Plant die Abteilung schon weitere Veranstaltungen zu organisieren?

Frach Ja, diese Überlegungen gibt es. Denkbar ist ein Radrennen oder ein Duathlon im kleineren Rahmen. Außerdem sind die Triathleten dabei, ihren Trainingsbetrieb zu erweitern.

(RP)