Lokalsport: Wochen der Wahrheit für die HSG Wesel

Lokalsport : Wochen der Wahrheit für die HSG Wesel

Der Handball-Oberligist kann in den letzten fünf Spielen aus eigener Kraft wenigstens noch den drittletzten Platz erreichen, der eventuell den Klassenerhalt bedeutet. Am Sonntag erwartet die Mannschaft den LTV Wuppertal.

Die Situation spitzt sich zu. Mit dem Heimspiel gegen den LTV Wuppertal am Sonntag um 16 Uhr beginnen für den abstiegsbedrohten Handball-Oberligisten HSG Wesel die Wochen der Wahrheit. Der Begegnung gegen den einstigen Bundesligisten folgen die Spiele gegen die Tabellennachbarn aus Lintorf und Neukirchen. Keine Frage: Der Schlussspurt dieser Spielzeit verspricht für die HSG und ihre Fans knisternde Spannung. "Von den noch ausstehenden fünf Begegnungen ist wirklich jede ein Endspiel für uns", sagt HSG-Trainer Sven Esser. "Zehn Punkte sind noch zu vergeben. Davon wollen wir so viele wie möglich holen."

Die HSG hat es wieder selbst in der Hand hat, zumindest Rang zwölf zu erreichen. Nur ein Punkt trennt die Weseler vom SV Neukirchen. Der drittletzte Platz langt allerdings nur dann zum Klassenverbleib, wenn der TV Weiden und der TV Rheinbach aus dem Verband Mittelrein aus der Regionalliga absteigen sollten und es so keinen Vertreter des Verbandes Niederrhein erwischt. "Es sieht im Moment schwer danach aus", sagt Esser, doch er weiß, dass auch dort noch fünf Runden zu gehen sind. Allerdings ist selbst Tabellenplatz elf, der eine weitere Saison Oberliga-Handball garantieren würde, angesichts des Weseler Restprogramms nicht unmöglich. Die wichtigste Voraussetzung allerdings ist, dass der Tabellenvorletzte seine Spiele gewinnt.

Mit dem LTV Wuppertal kommt am Sonntag ein Team nach Wesel, das sich mit ausgeglichenem Punktestand im Niemandsland der Tabelle bewegt. Im Hinspiel im Herbst des vergangenen Jahres sah die HSG gegen den Gegner nicht gut aus. Gerade einmal elf Tore erzielte das Team, das sich gegen die bewegliche und sehr aggressiv arbeitende Wuppertaler Deckung schwergetan hatte. Jetzt aber ist die Situation eine andere. "Unser Selbstvertrauen ist nach den jüngsten Erfolgen gewachsen", so Esser. "Wir glauben an unsere Chance und wollen die Konkurrenz im Abstiegskampf weiter unter Druck setzen."

Der Coach kann personell fast aus dem Vollen schöpfen. Allein Jörn Hauenstein laboriert noch an den Folgen eines Muskelfaserrisses. Sein Einsatz ist deshalb fraglich. Esser auf die relativ gute Bilanz seiner Mannschaft in eigener Halle. Alle elf Punkte in dieser Spielzeit gewann die HSG vor eigenem Publikum. Da trifft es sich gut, dass drei der letzten fünf Partien daheim absolviert werden. "Wir müssen ganz einfach unsere Hausaufgaben machen und am Sonntag gegen einen unbequemen Gegner bestehen", sagt Sven Esser. "Das gäbe uns für die letzten Spiele noch einmal einen kräftigen Schub."

(RP)
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