Weseler Moonlightlauf begeistert erneut alle Teilnehmer.

Leichtathletik : Eine Fackelgasse, die alle begeistert

Die ganz besondere Atmosphäre ist das große Plus des Weseler Moonlightlaufes. Viele fleißige Helfer entzünden die Fackeln, während die Läufer unterwegs sind. Mit 607 Teilnehmern gibt’s diesmal ausnahmsweise keinen Rekord.

Nach den sieben absolvierten Kilometern sind sie bei den Läufern in aller Munde: die 80 Fackeln entlang der Zielgeraden des Weseler Moonlightlaufs. Während bei normalen Laufveranstaltungen die letzten Meter oftmals zur Qual werden, zaubern die rechts und links aufgereihten Fackeln den Athleten am Weseler Auestadion den Schmerz aus den Knochen. Keine Frage: Die Fackeln sind das Markenzeichen der Veranstaltung. Am Freitag trugen sie die Teilnehmer bereits zum zwölften Mal über die Ziellinie.

Auch, wenn der Großteil der Sportler längst im Zielbereich beim Kaltgetränk zusammensteht, so flammen die überdimensionalen Kerzen noch vor sich hin. Für Besucher und Sportler ist es ein schöner Anblick. Mit vollem Einsatz hat auch Manfred Schwarz vom Veranstalter Lauffreunde HADI Wesel seine Arbeit an diesem Abend wieder erledigt. Er hat jedoch nicht die sieben Kilometer lange Laufstrecke absolviert. Der fleißige Helfer bringt – wie in jedem Jahr – seinen eigenen Parcours hinter sich.

Denn kaum jemand sieht, mit welchem Geschick die HADI-Männer die Fackeln überhaupt erst zum Brennen bringen. Damit das flammende Licht nicht früher ausgeht als es soll, fangen die Helfer erst kurz nach dem Startschuss an, die Fackeln anzustecken. Schwarz läuft mit dem Brenner vorneweg, hinter ihm trägt ein Kollege die Gasflasche. In beachtlichem Tempo geht es von rechts nach links und manchmal auch wieder zurück.

Schließlich verlöschen widerspenstige Exemplare nach dem ersten Versuch auch mal. Was abenteuerlich aussieht, ist in Wahrheit Routine. Eine schweißtreibende Arbeit, von der die Läufer nchts mitbekommen. Sie sind zu der Zeit längst auf der Strecke. Dennoch wissen sie den besonderen Zieleinlauf zu schätzen. Und die Worte der Athleten nach den letzten Metern dürften für Schwarz und seine Mitstreiter wohl auch Bestätigung genug sein.

„Das ist einmalig“, bringt es Werner Hoven aus Bocholt auf den Punkt. Nicht zum ersten Mal ist er zusammen mit seinem Kollegen Carsten Cziesla in Wesel am Start. Wie oft das Duo beim Moonlightlauf auf die Strecke gegangen ist, weiß es gar nicht mehr so genau. „Wir sind auch im nächsten Jahr wieder dabei. Diese Veranstaltung ist ganz besonders“, sagt Cziesla.

Die beiden Bocholter gehören zum großen Teil des Teilnehmerfelds mit viel Moonlightlauf-Erfahrung. Martin Brandenburg zählt dagegen zu den Neulingen. Er ist froh, dass er dem Lockruf seiner Lowicker Teamgefährten gefolgt ist. „Diese Atmosphäre erlebt man nicht bei anderen Läufen. Ich bin begeistert“, sagt er. Dass es diesmal mit 607 Startern ausnahmsweise keinen neuen Teilnehmerrekord gibt, stört den Vorsitzenden Dieter Kloß wenig. „Das ist immer noch eine tolle Zahl“, sagt er.

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