Wesel: Trzensiok bleibt unter der Zehn-Stunden-Marke

Triathlon: Martin Trzensiok bleibt unter der Zehn-Stunden-Marke

Der Dinslakener, der für den Weseler TV startet, legt bei der Ironman-WM auf Hawaii eine wahre Aufholjagd hin. Nach 9:42,50 Stunden ist er im Ziel.

Superlative sprudeln aus ihm heraus. „Es war einfach der absolute Wahnsinn, eine einmalige Atmosphäre und ein toller Wettkampf“, sagt Martin Trzensiok. Der für die Triathlon-Abteilung des Weseler TV startende Dinslakener kommt aus dem Schwärmen kaum heraus. Das Hawaii-Fieber hat den Ironman erfasst. Er habe nach seiner Premiere im „Mekka der Eisenmänner“ nun endgültig „Lunte gerochen“, wie der 45-Jährige es selbst beschreibt. „Ich habe mir vorgenommen, mich wieder zu qualifizieren“, so Trzensiok. Bei seinem Debüt belegte er nach 9:42,50 Stunden den 50. Platz in der Altersklasse M 45.

„Das war ein wirklich guter Wettkampf“, sagt der WTV-Athlet. Allerdings räumt er ein, dass er beim nächsten Mal einiges anders angehen würde. So beispielsweise die erste Disziplin, die 3,8 Kilometer Schwimmen im pazifischen Ozean. Da habe er sich im Startfeld zu weit hinten positioniert. „Das war schon fast eine Prügelei, es gab da kein Entkommen. Meinen Rhythmus haben ich nie gefunden“, sagt Martin Trzensiok. Nach 1:16,43 Stunden war die Distanz gemeistert, im Training sei er meist wesentlich schneller – so um die zehn Minuten.

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Danach ging es auf das Rad, 180 Kilometer waren zu bewältigen. Die Strecke hatte er im Vorfeld nicht wie erhofft erkunden können. „Ich konnte nur 20 Kilometer abfahren“, sagt der Dinslakener. Durch seine späte Ankunft auf Hawaii, nur fünf Tage vor dem Wettkampf, war einfach nicht mehr drin. „Trotzdem war das Radfahren super.“ Von Rang 220 nach dem Schwimmen schob er sich nach 4:56,52 Stunden auf den 138. Platz seiner Altersklasse. Doch es sollte noch besser kommen. Den Marathon absolvierte Martin Trzensiok in 3:21,44 Stunden. „Der Lauf war richtig brutal. Immer unter der prallen Sonne und kein bisschen Wind“, sagt der WTV-Extremsportler. Trotzdem kam ihm nie der Gedanke auszusteigen. Auch konnte er sein Vorhaben umsetzen, beim Marathon nicht einmal stehen zu bleiben und durchzuatmen. Ein anderes Ziel hakte er ebenfalls erfolgreich ab – unter zehn Stunden bleiben.

Nun entspannt Martin Trzensiok noch bis zum 25. Oktober auf Maui, der zweitgrößten Insel des Archipels Hawaii. Die Erholung nach dem fast Zehn-Stunden-Wettkampf stellte sich bei dem 45-Jährigen, der seit 2013 auf der Ironman-Strecke zu Hause ist, schnell ein. „Am Tag danach hatte ich kaum Muskelkater“, so Trzensiok. Sollte es mit der Qualifikation für Hawaii klappen, will er sich 2019 anders vorbereiten: Statt nur fünf dann 14 Tage vorher anreisen, wie fast jeder Teilnehmer.

(R.P.)
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