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Wesel: Tennisschule Berndsen darf wieder öffnen

Aufatmen beim Betreiber : Tennisschule Berndsen öffnet ihre Pforten

Auf den Neustart nach der langen Corona-Zwangspause haben sich Gründer Alexander Berndsen und seine Kollegen sehr gut vorbereitet. Zunächst wird in Kleinstgruppen trainiert. Die Mindestabstände sollen eingehalten werden.

Alexander Berndsen gibt zu, dass es ihm anfangs ein wenig „den Boden unter den Füßen weggezogen“ habe, als klar wurde, dass die Coronavirus-Pandemie den Tennis-Sport erst einmal lahm legen würde. Der 46-Jährige, der gemeinsam mit seinem Bruder Oliver (48) die Tennisschule Berndsen betreibt, stellte sich vor allem eine Frage: „Wie lange wird dieser Zustand wohl noch andauern?“

Mittlerweile ist Berndsen deutlich schlauer und darf seit dieser Woche nach einer knapp zweimonatigen Zwangspause wieder mit dem Unterricht beginnen. „Wir sind froh, dass es endlich wieder losgeht“, sagt Berndsen. Wir, das sind neben den Berndsen-Brüdern noch Marvin Kalberg, Leonard Krichel, Anna Wormann und Nils Lehmkühler, die allesamt zum Team der Tennisschule gehören.

Untätig waren Berndsen und seine Kollegen aber auch in dem Zeitraum nicht, in dem sie nicht zum Schläger greifen konnten. „Wir haben an einem Konzept gearbeitet, wie es nach der Pause weitergehen kann. Außerdem haben wir in Absprache mit den Vereinen eine Aktion gestartet, bei der Tennis-Artikel mit einem Nachlass von 40 Prozent erworben werden konnten“, so Berndsen. Auch in sportlicher Hinsicht gab‘s ein Angebot – und zwar in Form einer Challenge, die über Instagram lief. Dort stellte Marvin Kalberg jeden Tag eine Aufgabe, die oft tennisspezifisch, aber auch schon mal Treppenläufe oder Jogging-Einheiten beinhaltete. „Das kam vor allem bei unseren jugendlichen Schülern sehr gut an“, sagt Berndsen. Dass dies kein Ersatz für das Training auf dem Platz ist, weiß Alexander Berndsen. „Vier Wochen der Wintersaison sind schließlich weg. Aber wir wollen diese Stunden möglichst nachholen, planen Tennis-Camps in den Sommerferien sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene.“ Ihn freut es sehr, dass es in der tennis-freien Zeit „nicht eine negative Stimme von Eltern wegen ausgefallener Stunden“ gegeben habe. „Ganz im Gegenteil: wir haben viel Zuspruch erhalten. Das hat uns positiv überrascht“, sagt Berndsen, der die Tennisschule im Jahr 1995 gründete. 1998 stieß sein Bruder Oliver hinzu. Und auch Marvin Kalberg ist nun schon seit 20 Jahren mit von der Partie. Alle drei sind staatlich geprüfte Tennis-Lehrer sowie Inhaber der C- und B-Lizenz.

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Jetzt geht es also mit dem Kleinstgruppen-Training wieder los, was bedeutet, dass vier Personen gleichzeitig unterrichtet werden dürfen. Für die praktische Umsetzung der Trainingseinheiten hat sich die Tennisschule Berndsen bestens vorbereitet. „Wir werden Markierungen auf den Plätzen anbringen, so dass wir sogar einen Mindestabstand von drei Metern gewährleisten können. Für das Aufsammeln der Bälle bekommt jeder Schüler eine Ballröhre, die nach dem Training desinfiziert wird. Die Bälle werden ausschließlich von uns ins Spiel gebracht, so dass keiner mit ihnen in Berührung kommt“, sagt Berndsen.

Auf Doppel-Wettkampf-Training wird vorerst verzichtet. Und Eltern sollen ihre Kinder möglichst nur zum Training bringen und wieder abholen und auf Anwesenheit während des Einheiten verzichten.

Ab dem 9. Juni soll die Meden-Saison mit den ersten Spielen starten. Dann werden die Gebrüder Berndsen ausnahmsweise mal nicht an einem Strang ziehen. Denn während Alexander für die Herren 40 des TC BW Flüren spielt, ist Oliver bei den Herren 40 des TK 78 Oberhausen gemeldet. Und da beide Teams in der Bezirksliga aufschlagen, kommt es in Kürze zum brisanten Bruder-Duell.