Wesel: Sascha Hubbert siegt erstmals beim Heimspiel

Leichtathletik: Sascha Hubbert siegt erstmals beim Heimspiel

Der Weseler, der für die LG Alpen startet, gewinnt beim Hanse-Citylauf das Hauptennen über 10.000 Meter. Bei optimalen Bedingungen gibt es einen Teilnehmerrekord: 2324 Sportler meldeten für die Rennen durch die City.

Der Wetterbericht hielt, was er versprochen hatte. Der Weseler Hanse-Citylauf wurde bei seiner 14. Auflage von sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein begleitet. Das perfekte Wetter brachte neben ausgelassener Stimmung einen neuen Teilnehmerrekord. 2324 Läufer gingen am Samstag an den Start. Die bisherige Bestmarke wurde um fast 100 Athleten übertroffen.

„Das ist toll. Wir freuen uns riesig über diese Zahl, die uns ein bisschen für das vergangene Jahr entschädigt“, sagte Walter Großmann, vom Organisationsteam. Er spielte damit auf die äußerst dürftigen äußeren Bedingungen im Vorjahr an. Strömender Regen hatte einige Läufer damals von einem Start abgehalten. Ganz anders in diesem Jahr: 210 Sportler entschieden sich noch kurzfristig für die Teilnahme – das war maßgebend für die neue Bestmarke.

Läufer aller Altersklassen waren bei den Rennen durch die Stadt dabei. Foto: Christian Creon

„So ein Wetter habe ich hier noch nie erlebt“, sagte Werner Kamps nach dem Hauptrennen über zehn Kilometer. Er muss es wissen. Der routinierte Läufer des Hamminkelner SV ist schließlich schon einige Male in Wesel an den Start gegangen. „Das Wetter ist natürlich die halbe Miete“, gab Walter Großmann zu. Beste Stimmung herrschte nicht nur bei den Organisatoren, sondern auch neben der Strecke. Die zahlreichen Zuschauer spornten die Läufer in den Straßen der Weseler Innenstadt, insbesondere am Kornmarkt, immer wieder zu Höchstleistungen an.

Einen Streckenrekord gab es beim Hauptrennen zwar nicht. Für Sieger Sascha Hubbert (LG Alpen) war es dennoch ein gelungenes Rennen. Mit einer Zeit von 34:59 Minuten unterbot der Weseler knapp die 35-Minuten-Marke und schaffte es bei seinem Heimspiel das erste Mal ganz oben aufs Treppchen. „Hier zu gewinnen, ist natürlich etwas Besonderes für mich“, sagte der Lokalmatador, der bei den hiesigen Veranstaltungen regelmäßig vorneweg läuft.

Auch die jüngsten Läufer kämpften um jeden Meter. Foto: Christian Creon
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Eigentlich hatte er vor, die zehn Kilometer mit Kevin Schmelzer von der LG Alpen zu absolvieren. Das Vorhaben ging aber nur zwei Runden lang auf. „Dann musste ich abreißen lassen“, stellte Schmelzer nachher fest. Auf die ungewöhnlich hohen Temperaturen wollte er das aber nicht schieben. „Das Wetter war super.“ Vielleicht war es ein Vorgeschmack auf die Bedingungen beim für ihn anstehenden Marathon auf Mallorca kommende Woche. Schmelzer wurde mit einer Zeit von 35:38 Minuten am Ende Dritter hinter Raphael Igrisianu (Don Marathon Running, 35:32).

Nach 38:49 Minuten erreichte Simon Bovenkerk als schnellster Läufer des Hamminkelner SV die Ziellinie. Erschöpft, aber zufrieden stellte er fest: „Die Teilnahme hat sich gelohnt.“ Der in Regensburg lebende Hamminkelner hat jüngst sein Medizin-Physikum absolviert. Das hat ihn womöglich weitaus mehr Schweißperlen gekostet als die zehn Kilometer am Samstag. „Bei dem Wetter hat es heute einfach Spaß gemacht.“ Mit seiner Zeit war er obendrein zufrieden.

Zufrieden war auch Tom Himmelreich (45:46), der zuletzt vor einigen Jahren am Hanse-Citylauf teilgenommen hatte. Damals war der 22-Jährige noch Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums, das auch am Samstag wieder zahlreiche Jugendliche am Start hatte. „Ich wollte unter 46 Minuten bleiben“, sagte Himmelreich. Ziel erreicht. Der Sport-Leistungskurs, den er im Abitur belegt hat, zeigt einige Jahre danach wohl noch immer Wirkung.

Schnellste Dame über die zehn Kilometer lange Strecke war Carina Fierik (TuS Xanten) mit einer Zeit von 39:48 Minuten. Den Fünf-Kilometer-Lauf gewann Michele Ihe (LAC THG Kettwig) in 16:29 Minuten vor Michael Schramm (ASV Duisburg, 16:54) und dem Weezer Heinz van Dongen (Weseler Wochenmarkt, 17:14).

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