Wesel: Kirsten de Baey-Ruszin ist schnellste Frau bei Flürener Halbmarathon

Leichtathletik : Kirsten de Baey-Ruszin verbessert Streckenrekord beim Flürener Halbmarathon

Die Triathletin des Hamminkelner SV kommt als erste Frau ins Ziel – so schnell wie keine Läuferin zuvor. Bei den Männern siegt Sascha Hubbert. Die Teilnehmerzahl ist etwas niedriger als 2018.

Kirsten de Baey-Ruszin hat bereits früh in der Laufsaison ihre persönliche Bestleistung verbessert. Die Triathletin war beim Halbmarathon der Leichtathletik-Abteilung von GW Flüren die schnellste Frau. Für die 21,2 Kilometer lange Strecke brauchte die Hamminkelnerin 1:20:09 Stunden. Die Form stimmt also, obwohl der Laufsommer gerade erst losgeht.

Sommerlich sah ihr Outfit am Maifeiertag jedoch so gar nicht aus. Kirsten de Baey-Ruszin lief die Strecke in Handschuhen. „Das Wetter war zum Laufen fast optimal. Aber dennoch war es etwas frisch“, sagte sie über ihre für die Jahreszeit eher ungewöhnliche Laufkleidung.

Obwohl der Flürener Halbmarathon für die Triathletin des Hamminkelner SV nur ein Trainingslauf war, konnte sich ihre Zeit sehen lassen. Ihre bisherige Bestzeit unterbot sie um satte vier Minuten. „Die Form wird immer besser“, sagte sie sich zurückhaltend.

Kirsten de Baey-Ruszin verbesserte nicht nur ihre persönliche Bestleistung, sondern obendrein auch den bisherigen Strecken-Bestwert. Nie war eine Frau beim Halbmarathon im Waldstadion schneller ins Ziel gelaufen. Der bisherige Streckenrekord lag bei 1:23:25 Stunden.

Auch Sascha Hubbert bewies in Flüren eine gute Frühform und kam nach 1:17:50 Stunden als Erster über die Ziellinie. „Es war etwas einsam auf der Strecke“, sagte Hubbert hinterher. Sein Tempo hatte kein anderer Läufer mithalten können. Eine Spitzengruppe gab es auch nicht.

Nach einer zweistündigen Radeinheit am Morgen musste der Hamminkelner also auch die Halbmarathon-Strecke alleine bewältigen. Spaß gemacht hat es trotzdem. „Ich laufe diese Strecke immer sehr gerne. Die Bedingungen waren dazu auch noch optimal“, sagte der Vorjahres-Zweite, der für die anstehende Wettkampf-Saison gewappnet ist. In drei Wochen geht Sascha Hubbert beim Triathlon-Ironman auf Ibiza an den Start.

Einer von den 176 Startern beim Halbmarathon war Gilbert Brume, der aus Bottrop angereist war. Für diese Veranstaltung nahm er die etwas längere Anfahrt gerne in Kauf. „Die Strecke ist sehr schön und schon etwas Besonderes. Davon gibt es in dieser Region nicht so viele“, sagte der 48-Jährige, der nach 1:23:23 Stunden als Fünfter die Ziellinie überquert hatte. Es war natürlich nicht seine erste Teilnahme in Flüren. „Es hat sich einmal mehr gelohnt“, sagte er.

Trotz der etwas rückläufigen Teilnehmerzahl beim Hauptlauf, dem Halbmarathon über 21,1 Kilometer, zeigte sich der Vorsitzende von GW Flüren, Wolfgang Hansen, zufrieden. Er hob den Charakter des Events hervor. „Das ist keine Veranstaltung für die Massen. Die familiäre Atmosphäre macht die Wettbewerbe aus“, sagte Hansen.

Auch die Organisation neben der Strecke lief am Mittwoch glatt. In der Vergangenheit hatten die Flürener teilweise Probleme, um genug Helfer für die Läufe zu mobilisieren. „Dieses Jahr hat alles super funktioniert diesmal“, sagte der Vereinschef.

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