Wesel: Glücklicher 2:1-Sieg für den SV Bislich

Fußball : Stadtmeisterschaft: Glücklicher 2:1-Sieg für den SV Bislich

Eine Minute vor dem Abpfiff sichert sich der Gastgeber den Erfolg. Wesel Anadolu Spor zieht den Kürzeren. Der Weseler SV überrascht mit einem 2:0-Erfolg gegen den SV Büderich.

Bei der Weseler Fußball-Stadtmeisterschaft setzte sich der favorisierte A-Kreisligist SV Bislich in der Gruppe B gegen Wesel Anadolu Spor dank eines späten Tores von Nils Pagojus (59.) mit 2:1 (0:0) durch. „Das war ein verdienter Sieg. In der ersten Halbzeit waren wir nicht so konsequent. Bei einigen Chancen, nach vorne zu kommen, haben wir mal zu schnell, mal zu langsam gespielt“, sagte Bislichs Trainer Bernd Pagojus anschließend.

In der 44. Minute sorgte Philipp Brüske aus etwa 18 Metern für die Bislicher Führung. Allerdings glich Kevin Krebs sechs Minuten später für den Aufsteiger in die Kreisliga B aus. „Ich bin zufrieden mit dem Spiel. Wir hätten noch mehr Tore schießen können, aber das ist schon in Ordnung“, so Pagojus. Osman Demir, Vorsitzender von Anadolu Spor, haderte ein wenig mit der Leistung des Unparteiischen. „Wir haben sehr gut begonnen und auch ein frühes Tor erzielt. Aber der Schiedsrichter hat den Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung zu Unrecht nicht anerkannt“, sagte Demir, der zudem „ein klares Handspiel“ im Strafraum der Bislicher gesehen haben wollte, was ebenfalls nicht geahndet wurde. „Im Großen und Ganzen haben wir uns gut verkauft. Es war ein schönes Spiel mit viel Schwung auf beiden Seiten“, sagte Demir.

Im zweiten Spiel der Gruppe B bezwang C-Ligist Weseler SV den zwei Klassen höher spielenden SV Büderich etwas überraschend mit 2:0 (0:0). „Das war ein gelungener Start ins Turnier. Die Jungs haben toll gearbeitet, gut gekämpft und die Zweikämpfe angenommen“, lobte WSV-Coach Nuri Talay sein Team. Zwei Mal bediente Neuzugang Florian Peschen, der vom SV Bislich zum WSV gewechselt ist, seinen Sturmpartner Azad Talay, der jeweils nur noch einzuschieben brauchte (45., 55.). „Jetzt müssen wir versuchen, im nächsten Spiel erneut drei Punkte zu holen“, sagte der Übungsleiter und schaut damit schon in Richtung Qualifikation für eines der beiden Endspiele.

Büderichs Trainer Stefan Tebbe war restlos bedient, wobei sich sein Ärger vor allem auf die Leistung des Unparteiischen bezog: „Ich sage ja normalerweise nichts gegen Schiedsrichter. Aber das war eine absolute Farce. Gegen zwölf Mann kann man nicht gewinnen“, sagte er. So sah SVB-Akteur Kai Höning kurz nach dem Führungstreffer des WSV die Rote Karte wegen Spieler-Beleidigung. „Im Anschluss an das Tor haben die gegnerischen Spieler alles mögliche in unsere Richtung geschrien. Kai hat mit ,Halt die Klappe, du Idiot’ lediglich geantwortet und der Schiedsrichter hat das persönlich genommen“, sagte Tebbe und fügte hinzu. „Ich habe zwei verletzte Spieler, was durch Tätlichkeiten hervorgerufen wurde, die zwingend mit der Roten Karte hätten bestraft werden müssen. So etwas habe ich selten erlebt“, so der SVB-Trainer.

Sein Akteur Alexander Höppner zog sich nach einem groben Foul seines Gegenspielers eine Knöchelverletzung zu. Fabian Kirsch wird vorerst mit einer Mittelfußprellung ausfallen. Hinzu kommen der gesperrte Höning und Joel Dörken (beruflich verhindert), die die Partie am heutigen Donnerstag gegen Wesel Anadolu Spor auch verpassen werden. „Er hat von der ersten Minute an so viele falsche Entscheidungen getroffen und dadurch kam Hektik rein. Der gegnerische Coach hat noch versucht, seine Spieler zu beruhigen, aber es half nicht“, so Tebbe.

(pst)
Mehr von RP ONLINE