Wesel: Dortmunder Laufpaar sorgt für neue Bestmarke

Leichtathletik: Dortmunder Laufpaar sorgt für eine neue Bestmarke

Patric Meinike und David Seidel absolvieren bei der dritten Ausgabe des Weseler Paarlaufs 10.400 Meter und belegen Platz eins. Auch die Zweiten, Marcel Eckers und Janek Betting, überschreiten die Schallmauer.

Mittel- und Langstreckler, die ihre Form verbessern wollen, kommen für gewöhnlich um ein regelmäßiges Intervalltraining nicht herum. Die Anforderungen, die der Weseler Paarlauf am Sonntag nun schon zum dritten Mal an die Teilnehmer stellte, ähneln dieser anspruchsvollen Übungsform in einem hohen Maße. „Aber es macht deutlich mehr Spaß“, sagte Annika Börner kurz nach dem Zieleinlauf.

Die für den FC Schalke 04 startende Läuferin hatte auch allen Grund zur Freude. Gemeinsam mit der Essenerin Felicitas Vielhaber sicherte sich die 29-Jährige den Sieg bei den Frauen. 9050 Meter lief das Duo in 30 Minuten bei seiner ersten Teilnahme im Auestadion und hatte damit am Ende mehr als eine Runde Vorsprung vor den Titelverteidigerinnen Mareen Hufe und Carina Fierek. „Das ist eine sehr schöne Veranstaltung. Wir kommen auf jeden Fall wieder“, sagte Vielhaber und sprach damit anscheinend dem allergrößten Teil der Starter aus dem Herzen. Wiederkommen wollen auch Patrik Meinike und David Seidel, die aus Dortmund anreisten und sich bei den Männern nicht nur den obersten Podestplatz erliefen, sondern auch eine neue Bestmarke aufstellten. Mitveranstalter Christopher Kloß von Bunert Wesel war sich schon vor dem Startschuss ganz sicher gewesen, dass die bei den ersten beiden Auflagen noch nicht erreichte 10.000 Meter-Marke fallen würde. Und Kloß behielt Recht.

Profi-Triathletin Mareen Hufe erhielt für ihren Sieg beim Ironman Austria einen Präsentkorb. Foto: Funke Foto Services/Arnulf Stoffel

Meinike und Seidel hatten sich ihre Kräfte offenbar gut eingeteilt, trommelten abwechselnd immer schnellere Rundenzeiten auf die Bahn und landeten nach einer halben Stunde punktgenau bei 26 Runden, also 10.400 Metern. „Ich habe mich vorher ein bisschen platt gefühlt, weil ich in dieser Woche viele Kilometer gemacht habe, aber als es los ging, war das alles vergessen“, sagte Seidel.

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Die Zweitplatzierten, Marcel Eckers und Janek Betting vom LAZ Rhede, knackten ebenfalls die magische Schallmauer und schafften 10.150 Meter. Auch Lutz Holste und Christoph Jahnert hätten mit ihren exakt 10.000 Metern in den Vorjahren souverän gewonnen, mussten sich aber mit Rang drei abfinden. Ein klares Zeichen dafür, dass der von HADI Wesel und Bunert Wesel ins Leben gerufene Wettbewerb immer mehr Spitzenläufer anlockt, die der sehr ungewöhnliche Wettkampf reizt.

Eine Abkühlung in der Wechselzone im Auestadion Foto: Funke Foto Services/Arnulf Stoffel

Das sieht auch Christopher Kloß so: „Wir sind schon ein bisschen stolz darauf, dass wir so viele schnelle Läufer hier haben. Es zeigt, dass sich dieses Format herumspricht.“ Freuen würde sich Kloß auch, wenn in den kommenden Jahren noch ein paar mehr Zuschauer den Weg ins Auestadion finden.

Sein Vater Dieter Kloß, der die Veranstaltung leitend für HADI Wesel organisiert hatte, war am Ende froh, dass alles so reibungslos funktioniert hatte: „Ich bin wirklich zufrieden. Der Wechsel vom Freitagabend auf den Sonntagmorgen hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht. Das ist einfach auch für unsere ganzen Helfer deutlich entspannter als früher.“

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