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Wesel: Beim SV Bislich sind die Bauarbeiten ins Stocken geraten

Corona-Krise wirbelt den Zeitplan durcheinander : Beim SV Bislich sind die Bauarbeiten ins Stocken geraten

Der Dorfverein hätte mit der Fertigstellung seiner neuen Fußball-Anlage schon sehr weit sein können. Doch die Corona-Krise hat den Klub ausgebremst. In sportlicher Hinsicht gab es positive Nachrichten, da das Training wieder möglich ist.

Hans-Peter Färber hat am 25. April seinen Rasen vertikutiert. Das ist im Frühjahr sicherlich nicht ungewöhnlich, aber eigentlich hatte sich der Vorsitzende des SV Bislich für diesen Tag etwas ganz anderes vorgenommen. Er wollte viele Gäste und Mitglieder zur offiziellen Einweihung der neuen Sportanlage des Dorfvereins begrüßen.

Dass daraus nichts wurde, ist mittlerweile bekannt. Die Coronavirus-Pandemie machte dem Verein einen Strich durch die Rechnung. Wann nun auf der schmucken Anlage am Feldwicker Weg gefeiert werden kann, steht in den Sternen. „Vielleicht klappt es ja im September. Aber momentan ist alles in der Schwebe“, sagt Färber.

So sehr er es auch bedauert, dass die Einweihung auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste, es ärgert ihn wesentlich mehr, dass die Arbeiten am Vereinsheim lange Zeit weitestgehend ruhten. Wobei dies vor allem für den Bereich rund um das Gebäude galt. Denn innen ist nahezu alles fertiggestellt. Umkleiden, Duschen, Sanitäranlagen und weitere Funktionsräume waren bereits zur Nutzung freigegeben, bevor die Corona-Krise ihren Anfang nahm. Und auch im Vereinsheim fehlen nur noch ein paar Details. Dagegen hätte der Verein laut Färber im Außenbereich einen großen Schritt nach vorne machen können, wenn er nicht ausgebremst worden wäre. „Bei dem schönen Wetter hätten wir den ganzen Hof pflastern können. Aber dazu wären mehrere Helfer erforderlich gewesen, und da hätten wir die Abstandsregeln nicht einhalten können“, sagt Färber.

Stattdessen blieben die Steine, die sich entlang des Kunstrasenplatzes stapelten, bis vor wenigen Wochen unberührt. Auch anfallende Zaunarbeiten mussten erst einmal verschoben werden. Hans-Peter Färber schätzt, dass „die Hälfte von dem, was noch zu tun ist, mittlerweile erledigt wäre“. So konzentrierte sich der Verein ausschließlich auf Arbeiten, die „alleine oder zu Zweit mit dem nötigen Sicherheitsabstand“ bewerkstelligt werden konnten.

Erst die nach und nach eingeführten Corona-Lockerungen sorgten dafür, dass auch auf die Baustelle am Feldwicker Weg wieder mehr Leben einkehrte und Fortschritte sichtbar wurden. Leicht frustriert merkt Färber dennoch an: „Erst kam uns das schlechte Wetter in die Quere und dann Corona.“ Immerhin konnten die Garagen an ihren vorgesehenen Standort neben dem Clubheim versetzt werden. In ihnen werden künftig Bälle und andere Materialien gelagert. Eine weitere Garage steht dem ASG zur Verfügung, der für die Platzpflege verantwortlich ist.

In sportlicher Hinsicht gab es zuletzt zwar positive Nachrichten, da Training wieder möglich ist und dies sowohl von den Senioren-Teams als auch von der Nachwuchs-Abteilung genutzt wird. Hans-Peter Färber bleibt allerdings ein wenig skeptisch. „Einen regulären Betrieb sehe ich noch nicht so zeitnah.“