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Triathlon: Wasserschlacht am Auesee

Triathlon : Wasserschlacht am Auesee

Ausrichter Weseler TV hat wieder bei einer Großveranstaltung enormes Pech mit dem Wetter. Der dritte Sparkassen-Triathlon ist wie schon der Dreiwiesellauf durchweg verregnet. Athleten, Streckenposten und die wenigen Zuschauer hielten aber bis zum Schluss tapfer durch.

Der Weseler TV bleibt in diesem Jahr vom Pech verfolgt. Nach dem Dreiwiesellauf Anfang Juni versank gestern die zweite Großveranstaltung des Vereins nacheinander im Wetter-Chaos. Beim dritten Sparkassen-Triathlon am Auesee gab es nur wenige regenfreie Minuten. Während die rund 300 Athleten bei den Wettkämpfen immerhin ständig in Bewegung waren, bewiesen Zuschauer und Streckenposten große Leidensfähigkeit.

Spannendes Duell zum Abschluss

Dies nötigte auch den Sportlern Respekt ab. "Ein großes Kompliment an die Leute, die zur Strecke gekommen sind. Für die, die zu Hause geblieben sind, habe ich natürlich Verständnis — allerdings nicht für die Triathleten, die kurzfristig abgesagt haben", sagte Christian Hoverath (TG Neuss), Sieger über die abschließende Kurztriathlon-Strecke (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, zehn Kilometer Laufen). Er hatte sich zuvor in einem spannenden Duell knapp gegen einen ehemaligen Teamkameraden durchgesetzt. Jens Gosebrink, mit dem Hoverath lange gemeinsam für die Triminators Voerde gestartet war, hatte das Feld nach der Radstrecke noch angeführt. "Beim Laufen war Christian diesmal aber stärker als ich", sagte der Zweitplatzierte. Gosebrink lobte nicht nur seinen Konkurrenten, sondern auch den Veranstalter. "Trotz des schlechten Wetters war hier alles wunderbar organisiert", stellte Gosebrink fest, der den übrigen Triathleten damit aus der Seele sprach.

"Eine tolle Veranstaltung"

Thomas Wingerath, der mit dem Hamminkelner SV den dritten Platz im Staffel-Wettbewerb belegte, lobte das Organisationsteam des Weseler TV um Leichtathletik-Abteilungsleiter Manfred Frach ebenfalls in höchsten Tönen. "Insbesondere vor den Streckenposten, die klatschnass geworden sind, kann man nur den Hut ziehen. Das ist eine richtig tolle Veranstaltung", so Wingerath, der gestern seine Triathlon-Premiere feierte. "Ich war im vergangenen Jahr als Zuschauer hier. Da bin ich auf den Geschmack gekommen."

Ähnlich ging es seinem Vereinskollegen Andreas Thünen, der gestern zum ersten Mal in Wesel eine komplette Triathlon-Distanz absolvierte. Er startete über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen). "Vor zwei Jahren bin ich hier schon einmal in einer Staffel mitgelaufen. Ich bin stolz auf meine Leistung. Ich habe mit dem Laufen und nun auch mit dem Triathlon mittlerweile einen tollen Ausgleich zum Berufsleben gefunden", sagte Thünen. Er spielte 17 Jahre lang beim Hamminkelner SV Fußball, ehe er seine Karriere als Kicker nach drei Kreuzbandrissen beenden musste.

Erst am Anfang seiner Laufbahn steht der 17-jährige Paul Kern. Nach seiner gestrigen Leistung zu urteilen, steht dem Teenager aber durchaus eine erfolgreiche sportliche Zukunft bevor. Kern, der mit dem Team Roseversand für die Wassersportfreunde Bocholt in der Zweiten Triathlon-Bundesliga startet, gewann den Volkstriathlon (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen) mit deutlichem Vorsprung. Dabei hatte er sich erst am Vorabend dazu entschlossen, in Wesel an den Start zu gehen. "Ich muss mich beim WTV bedanken, dass er mir so kurzfristig noch die Möglichkeit gegeben hat, hier zu starten", sagte der aufgeweckte Kern, der die Bedingungen an diesem verregneten Sonntag treffend beschrieb. "Das waren 500 Meter Schwimmen gefolgt von 20 Kilometern Schwimmen und fünf Kilometern Schwimmen zum Abschluss."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sparkassen-Triathlon im Regen

(RP)