Volleyball: Zweitligist BW Dingden startet in die Rückrunde

Volleyball: BW Dingden steckt im Abstiegskampf

Der Zweitligist muss sich im Gegensatz zu den vergangenen Jahren nach der Hinrunde Sorgen um den Klassenerhalt machen. Überraschend kommt dies nicht, weil einige junge Kräfte ins Team eingebaut werden mussten. Am morgigen Samstag erwartet die Mannschaft den SV Bad Laer.

Nach vier Wochen endet für den Volleyball-Zweitligisten BW Dingden am morgigen Samstag die Winterpause. Zum Auftakt der Rückrunde empfängt der Tabellenachte um 19.30 Uhr den zwei Plätze und sieben Punkte besseren SV Bad Laer in der Sporthalle am Mumbecker Bach. Für die Blau-Weißen steht eine zweite Serie an, zu deren Beginn das Team seit der Rückkehr in die Zweite Liga im Jahr 2015 noch nie so gefährdet war. „Das ist für uns eine neue Situation, so dicht lagen wir bisher nie vor der Abstiegszone“, sagt Olaf Betting, der mit Michael Kindermann das Trainer-Duo bildet. Ganze zwei Zähler beträgt der Vorsprung gegenüber dem Tabellenvorletzten RPB Berlin. Abgeschlagen ist nur das Schlusslicht VCO Schwerin, das als Bundesleistungszentrum aber seinen Platz in der zweithöchsten Klasse auch für die neue Saison schon sicher hat.

So wird in dieser Spielzeit sicherlich erst der viertletzte Rang die Rettung bedeuten. „Die Liga ist auch definitiv ausgeglichener, es wird knapp in diesem Jahr. Früher gab es Teams, die schnell abgeschlagen waren“, sagt Olaf Betting. Zu der augenblicklichen Situation von BWD hat auch geführt, dass mit Karina Hegering, Lara Kruse und Louisa Baumeister drei Spielerinnen, die in der vergangenen Saison noch in der zweiten Mannschaft in der Verbandsliga aktiv waren, erst an das Zweitliga-Niveau herangeführt werden musste. „Auch etablierte Spielerinnen haben nicht immer hundert Prozent zeigen können“, sagt der 54-jährige Betting. Mit Lena Priebs (Kreuzbandriss) fehlt zudem eine wichtige Mittelangreiferin.

In die Winterpause verabschiedeten sich die Blau-Weißen mit drei 0:3-Niederlagen. Die Mannschaft setzte anschließend zwei Wochen mit dem Training aus. „Es war wichtig, dass alle den Kopf ein wenig frei vom Volleyball bekommen haben“, sagt Betting. Besonders nach diesen drei Niederlagen habe dies Sinn gemacht. Seit dem 2. Januar bereitet sich der Zweitligist konzentriert auf die Rückrunde vor. Betting: „Und in der waren wir bisher ja immer tendenziell stärker.“

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Der Coach ist auch der festen Überzeugung, dass die Spielerinnen mit dem Druck umgehen können, den der Abstiegskampf nun einmal mit sich bringt. Der Heimpartie gegen den SV Bad Laer kommt da schon ziemliche Bedeutung zu, auch wenn der Gast nicht zu den Konkurrenten im Rennen um den Klassenerhalt gehört. Schließlich gilt es, die Niederlagenserie zu stoppen, neues Selbstvertrauen zu sammeln und mit einem guten Gefühl in die dann noch elf Partien der Saison zu gehen.

In der ersten Spielzeit nach dem Aufstieg in Liga zwei hatten die Blau-Weißen auch einmal einen Negativlauf, der damals sogar fünf Begegnungen dauerte. „Aber wir waren von Punkten damals nicht so weit entfernt, wie in den vergangenen drei Spielen“, sagt Olaf Betting. Gegen den Neuling SV Bad Laer soll es zur Wende kommen. Zum Saisonstart hatte BWD gegen diesen Gegner mit 0:3 den Kürzeren gezogen. „Diesmal haben wir alle Chancen. Denn der TuS Baerl ist uns körperlich nicht überlegen. Und die Spielweise der Mannschaft ist ähnlich wie unsere in den letzten Jahren“, so Betting. Bis auf Priebs sind alle fit.

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