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Volleyball-Zweitligist BW Dingden pofitiert von Rückzug des BSV Ostbevern

Volleyball : BW Dingden klettert auf den dritten Platz

In der Zweiten Bundesliga der Damen hat sich der BSV Ostbevern vom Spielbetrieb abgemeldet. Davon profitiert BWD. Denn alle Partien des BSV werden nun mit 0:3 gewertet.

Die Zahl der Mannschaften in der Zweiten Volleyball-Bundesliga der Damen hat sich von 14 auf 13 reduziert. Der BSV Ostbevern wird in dieser Saison keine Partie mehr bestreiten. Alle Begegnungen des im Kreis Waremdorf ansässigen Klubs werden mit 0:3 gewertet. Damit klettert BW Dingden – zum Saisonstart hatte es einen 3:2-Sieg und damit nur zwei Zähler gegeben – auf den dritten Platz.

Der BSV Ostbevern begründete die Rückzugs-Entscheidung mit der Entwicklung der Corona-Lage im Team. Sollte die Saison gewertet werden, steht das Team als erster Absteiger fest. Allerdings mit der Option, so die Volleyball-Bundesliga (VBL), „sich zur Saison 2021/22 auf einen freien Platz in der Zweiten Liga zu bewerben“.

Für Silke Tigler kommt die Entscheidung aus Ostbevern „nicht komplett überraschend“. Allerdings räumt die Teammanagerin von BW Dingden auch ein, dass in der Videorunde des Arbeitskreises, in dem die VBL diese Möglichkeit vorgestellt hatte, „nicht abzusehen war, dass ein Verein dies annimmt“. Der Tabellenvorletzte der vergangenen Saison um die ehemalige Dingdener Jugendspielerin Luisa van Clewe hat sich nun aber für den Rückzug entschieden, der aufgrund der besonderen Umstände auch straffrei erfolgt.

Für die Dingdenerinnen stand ein derartiger Schritt nie zur Diskussion. „Das wäre vielleicht anders gewesen, wenn wir auch das Problem der vielen Infizierten gehabt hätten“, sagt Silke Tigler. Beim BSV Ostbevern war die Partie bei den Skurios Volleys Borken (2:3) letztlich ausschlaggebend für die insgesamt zehn positiven Corona-Fälle im BSV-Team. „Der Schock saß und sitzt immer noch tief“, sagt Trainer und Abteilungsleiter Dominik Münch. Die Kontakte, die es durch den Sport gebe, seien nicht zu rechtfertigen. Aus Fürsorge gegenüber der eigenen Gesundheit und vor allem den Menschen im privaten und beruflichen Umfeld verzichte der BSV Ostbevern auf die Saison-Forsetzung der dem Profisport zugeordneten Zweiten Bundesliga.

Weitere Rückzüge aus der Zweitklassigkeit sind nicht zu erwarten. „Das Thema ist durch, auch da die Frist abgelaufen ist“, sagt Silke Tigler. Seit Anfang der Woche befindet sich das BWD-Team nach zweiwöchiger Pause übrigens wieder im Training, ein Corona-Schnelltest vor der ersten Einheit fiel bei allen Spielerinnen negativ aus.

Die BWD-Teammanagerin geht aktuell davon aus, dass trotz der jüngsten Lockdown-Verschärfungen die Saison für die Dingdenerinnen am 16. Januar beim RC Sorpesee fortgesetzt wird. Ob die Rückkehr Luisa van Clewes durch den Rückzug des BSV Ostbevern für BWD ein Thema wird, kann sich Tigler kaum vorstellen. „Schließlich macht sie in Münster ja ihr Abitur, wir haben uns darüber noch gar keine Gedanken gemacht.“

Auch für Marinus Wouterse „ist das kein Thema“. Der Trainer von BW Dingden „rechnet auch nicht damit, dass wir übernächste Woche spielen“. Als Beispiel führt er die niederländische höchste Klasse an. „Da haben schon drei oder vier Vereine gesagt, dass sie nicht spielen wollen“, sagt der 64-Jährige.

Dies scheint in der Zweiten Bundesliga anders zu sein. „Wir sehen für uns keinen Handlungsbedarf. Aktuell gehen wir nicht davon aus, dass es weitere Einschränkungen gibt“, sagt Fabian Kunze, Geschäftsleiter Medien bei der VBL.