Volleyball-Zweitligist BW Dingden gelingt wichtiger 3:2-Erfolg.

Volleyball : BW Dingden beweist erneut große Moral

In der Zweiten Damen-Bundesliga holt die Mannschaft abermals einen 0:2-Satzrückstand auf und bezwingt die SF Aligse mit 3:2. Mit drei Erfolgen aus den letzten vier Partien sind die Schützlinge von Trainer Olaf Betting nun auf dem besten Weg zum Klassenerhalt.

BW Dingden hat es in der Zweiten Volleyball-Bundesliga der Damen mal wieder spannend gemacht. Im zweiten Heimspiel des Jahres legte der Zweitligist die nächste Aufholjagd auf das Parkett und sammelte nach einer Nervenschlacht wichtige Punkte im Abstiegskampf. Trotz eines 0:2-Rückstands gewannen die Blau-Weißen ihre Partie gegen den Tabellenvorletzten Sportfreunde Aligse noch mit 3:2 (23:25, 17:25, 25:18, 25:11, 15:12). Und so herrschte statt Eiszeit beim anschließenden Winterball gute Laune. Bei einer Niederlage wären die Dingdenerinnen der Abstiegszone gefährlich nahegekommen. „Die zwei Punkte tun uns gut. Am Ende war es ein verdienter Sieg“, sagte BWD-Coach Olaf Betting fest.

Die Heimpartie gegen den Dorfverein aus der Nähe von Hannover wies einige Parallelen zum jüngsten Heimspiel gegen den SV Bad Laer vor drei Wochen auf. Auch dort hatten die Blau-Weißen nach zwei katastrophalen Sätzen zunächst mit 0:2 zurückgelegen, um das Blatt im Tiebreak noch zu wenden. Einen fast identischen Verlauf nahm das Spiel am Samstagabend. Nach einem schwachen ersten Satz folgte ein schlechter zweiter Durchgang. Einmal mehr sah alles nach einer glatten Niederlage aus. Es kam anders.

Durch eine deutliche Leistungssteigerung durfte am Ende der Gastgeber, wie schon gegen Laar, jubeln. „Es ist natürlich auch eine Qualität, dass wir immer an uns glauben“, sagte Olaf Betting. Sein Team hat von den vier Begegnungen nach der Winterpause nun drei gewonnen. Für den Gegner aus Niedersachsen war es bereits die sechste Niederlage in einem Tiebreak. „Natürlich spielt sich da was im Kopf ab. Das hat man gemerkt. Wir hatten zwei Sätze lang alles im Griff. Die Enttäuschung ist riesig“, sagte Gäste-Coach Michael Meyer.

Während die Ränge in der Halle am Mumbecker Bach beim letzten Heimspiel noch gut gefüllt waren, ließ die Unterstützung diesmal zu wünschen übrig. Nur knapp 150 Zuschauer, einige davon Anhänger von Aligse, nahmen auf der Tribüne Platz und bedeuteten in dieser Saison den schwächsten Besuch. „Das ist enttäuschend. Wir spielen schließlich in der Zweiten Liga“, so der BWD-Trainer.

Die mangelnde Unterstützung von den Rängen wollte Olaf Betting jedoch keineswegs als Erklärung für den schwachen Start heranziehen. „In den ersten beiden Sätzen stimmte es bei uns vorne und hinten nicht“, sagte er. Trotz einer hohen Fehlerquote hatte der Gastgeber im ersten Abschnitt lange Zeit in Führung gelegen. Beim Stand von 23:22 fehlten den Blau-Weißen noch zwei Punkte für die Satzführung. Stattdessen holten die keineswegs überragenden Gäste, die in der gesamten Partie über 20 Aufschlagfehler produzierten, drei Zähler in Folge und damit auch den Satz. „Wenn wir den Sack da zu machen, läuft die Partie anders“, sagte Betting. Anschließend gaben die Gäste aus Niedersachsen den Ton an und ließen den schwachen Dingdenerinnen im zweiten Durchgang beim 25:17 keine Chance.

Da die Gäste im dritten Abschnitt jedoch Nerven zeigten, fanden die Schützlinge von Betting zurück in die Partie. Einem 25:18 im dritten ließen die Blau-Weißen ein noch deutlicheres 25:11 im vierten Satz folgen. Und auch den Tiebreak ließen sie sich am Ende nicht nehmen. „Wir haben einige Wechsel und Umstellungen vorgenommen. Die Mannschaft hat das gut angenommen und an sich geglaubt“, freute sich Olaf Betting. Der anschließende BWD-Winterball war gerettet.

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