Volleyball: Zweitligist BW Dingden empfängt Ligaprimus Borken

Volleyball : BW Dingden will den Spitzenreiter ärgern

Die Partien gegen Skurios Volleys Borken sind für den Zweitligisten immer ein Höhepunkt der Saison. Diesmal steht das Duell aber unter anderen Vorzeichen als in den vergangenen Jahren, weil der Gegner souverän auf Platz eins liegt. Deshalb ist Gastgeber BWD diesmal nur Außenseiter, rechnet sich aber Chancen auf eine Überraschung aus.

Nach dem Wiederaufstieg vor gut drei Jahren bezeichneten die Verantwortlichen von BW Dingden das Aufeinandertreffen mit Skurios Volleys Borken als die Partie, für die sich allein der Sprung in die Zweite Volleyball-Bundesliga gelohnt habe. Das Nachbarschaftsduell ist nun ein wenig Gewohnheit geworden, gewinnt neuen Reiz aber durch die Tabellenkonstellation. Denn am Samstag, 19.30 Uhr, empfangen die Blau-Weißen als Tabellensechster in der Halle Mumbecker Bach den souveränen Spitzenreiter Borken, der alle neun Begegnungen für sich entscheiden konnte.

Dass es beim zehnten Auftritt in dieser Saison anders sein könnte, dies will Olaf Betting nicht ausschließen. Der 53-Jährige, der zusammen mit Michael Kindermann den Zweitligisten BWD coacht, weiß aber auch um die veränderten Voraussetzungen. „Diesmal brauchen wir nicht darüber zu reden, dass die Tagesform entscheiden wird“, sagt Betting. Er räumt unumwunden ein, dass sein Team diesmal nur Außenseiter sei. „Das wird ganz schwer. Wir brauchen auf jeden Fall einen Sahnetag. Aber für eine Überraschung sind wir auf jeden Fall gut.“

Der Tabellenführer aus Borken landete acht Siege mit der vollen Punktzahl von drei Zählern, nur beim 3:2 bei den Stralsunder Wildcats musste sich der Ligaprimus mit zwei Punkten begnügen. In Stralsund feierten die Dingdenerinnen vergangenen Samstag einen 3:0-Erfolg. Doch einen Quervergleich will Olaf Betting nicht anstellen, da Stralsund gegen seine Schützlinge neben dem Trainer auch wichtige Spielerinnen fehlten – die waren bei den Wildcats gegen Borken alle dabei.

Beim Spitzenreiter hat Olaf Betting vor allen Dingen zwei überragende Spielerinnen in einem insgesamt auch physisch sehr starken Team ausgemacht. „Anika Brinkmann ist als Außenangreiferin enorm gefährlich“, sagt der Coach. Daneben steht die Schwester einer Olympiasiegerin im Borkener Team. Pia Walkenhorst – Kira Walkenhorst gewann 2016 mit Laura Ludwig Olympia-Gold im Beachvolleyball – agiert als Zuspielerin. „Sie ist extrem stark“, lobt Betting die 25-Jährige, die zudem über eine Körpergröße von 1,93 Meter verfügt. Ebenfalls im Borkener Kader steht in Simone Heynck eine ehemalige Dingdener Spielerin.

„Wir müssen unsere Stärken in Aufschlag und Annahme ausspielen“, sagt Betting, der sich mit dem Team auf diese Begegnung freut. Um mit dem Spitzenreiter mitzuhalten, ihn eventuell sogar richtig zu ärgern, dafür „haben wir Lösungsansätze in der Tasche“, so Betting. In der vergangenen Saison siegte BWD übrigens in beiden Spielen.

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