Volleyball: Heimspiel für Zweitligist BW Dingden

Volleyball : BW Dingden will mit einem Sieg auf die Kirmes

Der Volleyball-Zweitligist erwartet am Samstag den Aufsteiger RPB Berlin und peilt den dritten Erfolg in Serie an. Die Partie beginnt bereits um 18 Uhr, weil Trainer und Spielerinnen anschließend auf die Bocholter Kirmes gehen.

Olaf Betting setzt bei Festivitäten seine Prioritäten. Das Dingdener Oktoberfest ist nicht das Ding des Trainers, die Bocholter Kirmes schon eher. Und einen Besuch am Samstag hat der Coach des Volleyball-Zweitligisten BW Dingden mit seinen Spielerinnen fest eingeplant. Deshalb gibt es an dem Tag auch einen für ein Heimspiel ungewöhnlichen Termin. Bereits um 18 Uhr empfangen die Blau-Weißen am Samstag das Team von Rotation Prenzlauer Berg (RPB) Berlin in der Sporthalle am Mumbecker Bach. Im günstigsten Fall mit einem Sieg und drei Punkten im Gepäck soll es im Anschluss auf die Kirmes gehen.

Möglicherweise fällt der Startschuss zum Kirmesbummel am Samstag auch nach einem recht schnellen sportlichen Auftritt. Denn in den bisherigen vier Saisonspielen gingen die Dingdenerinnen nie über mehr als drei Sätze. Die ersten zwei Partien endeten mit 0:3-Niederlagen, danach fand BWD jeweils mit 3:0 in die Erfolgsspur. Damit liegen die Blau-Weißen als Tabellensiebter zwei Plätze und zwei Punkte vor dem Gast aus Berlin.

„Die Siege und die Niederlagen muss man allerdings etwas relativieren“, sagt Olaf Betting, der den Zweitligisten mit Michael Kindermann coacht. Im Rückblick bescheinigt Betting seinem Team trotz des 0:3 gegen Bayer Leverkusen eine gute Leistung. Die hat der 53-Jährigen allerdings trotz des 3:0 am vergangenen Sonntag beim Neuling SF Aligse nicht gesehen. „Der Auftritt war etwas pomadig, wir sind nie ins Spiel gekommen. Außer den drei Zählern war da nicht viel“, so der Übungsleiter. Derartige Auftritte kämen aber immer mal vor.

Trotz des leistungsmäßigen Rückschritts in Aligse betrachtet Olaf Betting die Findungsphase des Teams als abgeschlossen. Zu Saisonbeginn hatte er immer darauf hingewiesen, dass die drei aus der Verbandsliga aufgerückten Spielerinnen sich erst einmal an die Zweitliga-Luft gewöhnen müssten. „Sie haben jetzt gesehen, dass sie mithalten können“, sagt der Coach. Louisa Baumeister als Mittelangreiferin steht meist während der gesamten Partie auf dem Feld, Lara Kruse und Karina Hegering kommen eher zu Kurzeinsätzen. „Dann machen sie ihre Sache aber richtig gut“, lobt Olaf Betting.

Wichtig ist dem Dingdener Trainer, „dass wir gut spielen – dann ist alles okay“. Dies erhofft Betting sich natürlich auch am Samstag, wenn es gegen einen Aufsteiger geht, der zudem amtierender Deutscher Meister bei den Juniorinnen U 20 ist. Doch damit nicht genug, die Mannschaft stellt auch eine Art „Wundertüte“ dar. Gleich sechs Spielerinnen besitzen ein Doppelspielrecht und dürfen zudem in der Ersten Bundesliga für VCO Schwerin auflaufen. „Das ist also Glückssache, wer letztlich mit nach Dingden kommt“, so Betting. „Aber auch wenn alle dabei sind, die Mannschaft ist zu schlagen.“

Bei Gastgeber BW Dingden gibt es hingegen personell keine Überraschungen. Bis auf Lena Priebs (Kreuzbandriss) sind alle Spielerinnen einsatzbereit.

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