Handball Viel Brisanz im Kellerduell zwischen der HSG und BWD

Wesel/Hamminkeln/Schermbeck · Frauen-Handball: SVS ist in seiner Partie Außenseiter.

 Karsten Jasinski: "Das ist für uns ein echtes Endspiel."

Karsten Jasinski: "Das ist für uns ein echtes Endspiel."

Foto: RP-Archivfoto

Mehr Kellerduell geht wirklich nicht. Heute Abend (18 Uhr) kommt es in der Handball-Landesliga der Frauen zur Partie zwischen der HSG Wesel und BW Dingden. Der Gastgeber kassierte zuletzt acht Niederlagen in Serie und steht beinahe folgerichtig mit nur einem Punkt am Tabellenende. BW Dingden hat zwar schon zwei Zähler mehr auf dem Konto. Aber auch das Team von Trainer Ralf Sobotta holte aus den vergangenen fünf Begegnungen nur einen Punkt und verlor insgesamt sieben ihrer neun Saisonspiele. Der vorletzte Tabellenplatz ist also auch hier kein Zufall.

Die große Bedeutung des Nachbarschaftsduells, das ganz im Zeichen des Abstiegskampfes steht, ist beiden Trainern bewusst. Sobotta schreibt der Partie jedoch keinen entscheidenden Charakter zu. "Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen. Denn anschließend haben wir noch zwölf Spiele, in denen wir den Klassenerhalt perfekt machen können", sagt der Dingdener Coach. Sein Gegenüber Karsten Jasinski äußert sich da schon etwas anders. "Das ist für uns ein echtes Endspiel. Wenn wir es nicht gewinnen, können wir den Klassenerhalt langsam abschreiben", erklärt der HSG-Trainer. Er hofft, dass seine Schützlinge die gute Leistung, die sie trotz der 21:24-Niederlage beim Titelkandidaten TV Bruckhausen am vergangenen Sonntag zeigte, gegen BW Dingden wiederholen kann. "Dann bin ich mir sicher, dass wir dieses Spiel gewinnen."

Beide Trainer messen der Anfangsphase eine große Bedeutung hinsichtlich des Spielausgangs zu. "Wir müssen zusehen, dass wir so schnell wie möglich unsere Nerven in den Griff bekommen", sagt Sobotta. "Wir müssen dem Gegner frühzeitig den Zahn ziehen, erst gar keine Spielfreude bei ihm aufkommen lassen", meint Jasinski. Er muss auf Katharina Ogiolda (beruflich verhindert) und Nina Lievers (erkrankt) verzichten. Bei den Blau-Weißen fehlen Cornelia Tielkes (privat verhindert) und Maike Terwege (erkrankt).

Der SV Schermbeck geht ohne große Ambitionen in die letzte Partie des Jahres beim TuS Lintfort II. "Wir sind klarer Außenseiter und können dort befreit aufspielen", sagt Trainer Heiko Kreilkamp, dessen Team derzeit zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz aufweist. In der Begegnung beim Tabellenfünften (Anwurf: 17.30 Uhr) muss der SVS heute die Langzeitverletzten Johanna Grömping und Nina Prochnow sowie Charlene Fröhlich und Anne Wellmann (beide beruflich verhindert) ersetzen.

(me)
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