Verdientes Pokal-Aus für SV Schermbeck

Verdientes Pokal-Aus für SV Schermbeck

Der große Traum des SV Schermbeck, einmal in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals einzuziehen, wird sich auch im nächsten Jahr nicht erfüllen. Gestern schied der Fußball-NRW-Ligist bereits in der ersten Runde des Verbandspokals aus. Beim Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel gab es eine 0:2 (0:2)-Niederlage. "Wir sind zurecht ausgeschieden. Die Mannschaft hat einfach zu einfallslos gespielt. Die Leistung spiegelt ein wenig den derzeitigen Stand der Vorbereitung wider", sagte Trainer Martin Stroetzel unmittelbar nach der Partie.

Die hatte für den SVS schon wenig verheißungsvoll begonnen. Bereits in der sechsten Minute ging der Gastgeber, dem in der kommenden Saison gute Chancen auf den Aufstieg eingeräumt werden, durch einen Distanzschuss in Führung. Ein Weckruf war dieser Treffer für die Schermbecker aber nicht. "Das war zu blauäugig. Die Spieler haben versucht, es fußballerisch zu lösen. Doch ohne Körperkontakt geht es nicht", kritisierte der Coach, der mit ansehen musste, wie der DSC in der 27. Minute nachlegte und im Anschluss an eine Standardsituationen zum zweiten Mal erfolgreich war.

Nach dem Wechsel bemühte sich der SVS zwar darum, das Blatt zu wenden. Doch die Versuche, wieder ins Spiel zurückzufinden, bezeichnete Stroetzel anschließend als "brotlose Kunst". Der zumindest auf dem Papier favorisierte SV Schermbeck hatte nun zwar deutlich mehr Ballbesitz. Druck erzeugte er dadurch allerdings nicht. Viele Querpässe, aber wenig konstruktive Aktionen in die Spitze prägten den Auftritt der Stroetzel-Schützlinge. Auf der anderen Seite hatte der Gegner keine große Mühe, um den Zwei-Tore-Vorsprung zu verwalten.

Nur eine Chance durch Müller

"Die Mannschaft war nicht aggressiv genug und hat stattdessen Flanken aus dem Halbfeld in den Strafraum geschlagen. Das ist zu einfallslos", monierte der Schermbecker Trainer. So war es nicht verwunderlich, dass es bis zur 80. Minute dauerte, ehe der SVS das Tor von Wanne-Eickel ernsthaft in Bedrängnis brachte. Neuzugang David Müller scheiterte mit einem Kopfball. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Benedikt Jansen, der schon nach einer halben Stunde mit einer Blessur an der Schulter ausgewechselt werden musste.

SV Schermbeck: C. Müller – D. Müller, Turhal, Djuliman, Lupitu, Gündogan, Jansen (29. Turgut), Can, Schröder, Ersoy, Kuntz.

(RP)
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