Verbandsligist HSG Wesel empfängt das Schlusslicht TV Korschenbroich.

Handball : HSG dicht vor sicherem Klassenerhalt

Die Mannschaft von Trainer Jan Mittelsdorf bleibt sicher in der Handball-Verbandsliga, wenn sie ihr Heimspiel gegen Schlusslicht TV Korschenbroich II gewinnt und der TV Vorst gleichzeitig verliert. Nur Jörn Hauenstein fällt aus.

Dank eines bisher beachtlichen Endspurts liegt Handball-Verbandsligist HSG Wesel derzeit voll auf Kurs direkter Klassenverbleib. Nach vier Siegen aus den letzten sechs Begegnungen hat das Team von Trainer Jan Mittelsdorf die direkten Abstiegsplätze verlassen. Mehr noch: Die Chancen stehen gut, dass die HSG auch den zwölften Tabellenplatz und damit eine mögliche Relegation vermeiden kann. Mit einem Erfolg am Sonntagnachmittag (16.30 Uhr, Halle Nord) gegen den TV Korschenbroich II hätten die Weseler es weiterhin selbst in der Hand, den direkten Klassenerhalt zu sichern. Zumal der punktgleiche TV Vorst, Konkurrent um den elften Tabellenplatz, im direkten Vergleich mit der HSG das Nachsehen hätte.

„Ein Sieg ist für uns Pflicht. Wir müssen unbedingt die beiden Punkte einsammeln, um uns vor dem letzten Spieltag den Vorteil zu bewahren, weiterhin alles selbst entscheiden zu können”, sagt Mittelsdorf. Er weiß, wie wenig attraktiv eine Verlängerung der Saison wäre. Die HSG müsste weitere Wochen trainieren, um dann Ende Mai die Abstiegsrelegation zu spielen. „Das macht keinen Spaß, das braucht kein Mensch”, so der Coach. Gut möglich aber auch, dass die Entscheidung bereits an diesem Wochenende fällt und das Zittern damit ein Ende hätte. Denn verliert der TV Vorst sein Heimspiel gegen die HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen, reicht den Weselern ein Heimsieg, um sicher in der Verbandsliga zu bleiben.

Die Chancen dafür stehen gut. Denn mit dem TV Korschenbroich II reist das mit Abstand erfolgloseste Verbandsliga-Team an. Gerade einmal drei Punkte holten die Gäste in ihren bisherigen 24 Saisonspielen – der Abstieg für das Team ist längst besiegelt. Dennoch warnt der HSG-Trainer davor, das Schlusslicht zu unterschätzen. Zwei Mal habe er den Kontrahenten in dieser Saison gesehen, so Mittelsdorf. Sein Fazit: „So schlecht, wie der Tabellenstand es aussagt, ist diese Mannschaft sicher nicht.”

Personell kann der Oberliga-Absteiger bis auf Jörn Hauenstein (Verdacht auf Bandscheibenvorfall), der den Verein zum Saisonende verlassen und am Sonntag gemeinsam mit Dominik Weber (beide zieht es beruflich in den Norden) verabschiedet wird, alles in die Waagschale werfen. Zwar ist der Fuß von Nedim Pobric nach seiner Knöchelblessur im letzten Spiel noch geschwollen. Doch Mittelsdorf ist zuversichtlich, ihn einsetzen zu können. Und auch Björn Fehlemann wird das Team in seinem vermutlich letzten Heimspiel unterstützen. „Wir wollen uns mit einer guten Leistung auch für die Unterstützung unseres Publikums bedanken”, so der Coach.

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