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Fußball: Und jetzt das Meisterstück

Fußball : Und jetzt das Meisterstück

Der SV Schermbeck hat mit dem 2:0-Erfolg bei Borussia Emsdetten erreicht, was er wollte. Er kann den Titelgewinn in der Fußball-Verbandsliga nun am Sonntag im Heimspiel gegen Fichte Bielefeld perfekt machen.

Martin Stroetzel kann seine Aufstiegsserie mit dem SV Schermbeck wie gehabt fortsetzen. Drei Mal legte er mit seiner Mannschaft schon vor eigenem Publikum den letzten Schritt auf dem Weg in die höhere Klasse zurück. Die Geschichte soll sich in sechs Tagen wiederholen. Der SVS kann am Sonntag mit einem Sieg im Heimspiel gegen den VfB Fichte Bielefeld sein Meisterstück in der Fußball-Verbandsliga machen. Der Spitzenreiter sorgte gestern mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg bei Borussia Emsdetten dafür. Und auch der Verfolger spielte mit. Der SVS hätte schon gestern den Titel sicher gehabt, wenn Davaria Davensberg nicht gewonnen hätte. Doch der Tabellenzweite steuerte mit einem 3:0 gegen Vreden seinen Teil dazu bei, dass der Spitzenreiter jetzt vor eigenem Publikum alles klar machen kann, wie Martin Stroetzel es sich gewünscht hat.

„Riesen-Theater“ in der Pause

Der Trainer rührte gestern auch schon fleißig die Werbetrommel für die Partie gegen Bielefeld, nach der eine rauschende Feier steigen soll. „Vor einem Jahr haben uns 1500 Fans zum Abstiegs-Endspiel nach Rheine begleitet. Jetzt haben wir wieder eine Art Endspiel. Und ich hoffe, dass uns wenigstens 1000 Zuschauer anfeuern werden“, meinte Stroetzel nach der gestrigen Partie, in der es in der Pause ungewohnt laut geworden war. Stroetzel hatte seinem Team zum ersten Mal seit langer Zeit wieder die Leviten gelesen, da der Spitzenreiter in der ersten Halbzeit in der Offensive nicht entschlossen genug agiert hatte. „Ich habe ein Riesen-Theater gemacht“, sagte der Coach.

Schröder zeichnete sich aus

Das verfehlte seine Wirkung nicht. Der SV Schermbeck, der sich nach 45 Minuten bei Torhüter Stephan Schröder bedanken konnte, dass er nicht einem Rückstand hinterherlaufen musste, steigerte sich im Angriff. Das lag auch daran, dass Martin Stroetzel den baumlangen Verteidiger Stefan Zepanski wieder einmal in die Offensive beorderte. Pierre Bendig (65.) erzielte nach Vorarbeit von Dominik Milaszewski die Führung für den Favoriten. Anschließend besaß der SVS bei Kontern einige gute Gelegenheiten, die Begegnung zu entscheiden. Doch weil sie nicht genutzt wurden, blieb es spannend bis zum Schluss. Dominik Milaszewski erlöste den Spitzenreiter erst in der fünften Minute der Nachspielzeit, als er den Endstand markierte. Zuvor hatte Keeper Stephan Schröder sich erneut mehrfach ausgezeichnet.

SV Schermbeck: Schröder - Konowski, Hahn, Nawatzki, Zepanski, Kaul, Mika, Milaszewski, Hackenfort, Holtheuer (67. Karabacak), Bendig (87. Dosedal).

(RP)