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Fußball: TuS Haffen-Mehr: Premiere im Oberhaus

Fußball : TuS Haffen-Mehr: Premiere im Oberhaus

Das Paradiesstadion des TuS Haffen-Mehr genießt in Fußballer-Kreisen am Niederrhein seit jeher Kultstatus. Demnächst steigt der Kult in höhere Sphären auf. Erstmals in der Vereinsgeschichte schaffte die Mannschaft in der vergangenen Saison mit einer spektakulären Aufholjagd den Sprung ins Kreisliga-Oberhaus.

Die Premiere in der Kreisliga A findet im August bekanntlich mit einem neuen Coach statt. Der Vorstand hatte Aufstiegstrainer Frank Potthoff bereits in der Winterpause mitgeteilt, dass der Vertrag nicht verlängert wird. Ab sofort trägt der bisherige Co-Trainer Michael Häsel die sportliche Verantwortung beim Dorfverein. Er wird weiterhin im Mittelfeld Regie führen. "Mein Co-Trainer Christian van de Löcht und ich haben die gleiche Fußball-Philosophie. Christian wird an der Seite stehen, während ich weiter aktiv bin", nennt Häsel die Aufgabenverteilung.

Konkurrenzkampf im Tor

In personeller Hinsicht hat sich beim TuS nur wenig geändert. Der Abschied von Daniel Schnelting (SV Rees) stand bereits seit längerem fest. Vom SuS Isselburg kommt Thomas Huls. Auch Marcel Meyer (SV Haldern II) sucht beim TuS eine neue Herausforderung. Außerdem hat sich Christoph Rehm vom Absteiger Fortuna Millingen dem Club angeschlossen. Auf Verstärkungen aus der eigenen Jugend muss der TuS allerdings verzichten. Der Verein verfügt momentan weder über eine A- noch über eine B-Junioren-Mannschaft. "Das ist natürlich ein wenig problematisch, da wir zwangsläufig auf Verstärkungen von außerhalb angewiesen sind", sagt Häsel.

Prominentester "Neuzugang" ist sicherlich Oldie Helmut Scholl, der es noch einmal wissen will. Noch offen ist, wer als erster Torhüter in die Saison geht. Michael van de Löcht – von Haus aus Stürmer – zeigte in der Schlussphase der vergangenen Saison seine Klasse im Tor. Da auch Keeper Matthias Nabbefeld seine langwierige Schulterverletzung auskuriert hat, bahnt sich hier ein spannender Konkurrenzkampf an.

Trainer Michael Häsel legt in der Vorbereitungsphase viel Wert auf Übungen mit dem Ball. "Wir wollen für die Gegner unberechenbarer werden und unser Kurzpass-Spiel verbessern", erklärt Häsel, dessen Saisonziel verständlich ist. "Ziel ist natürlich der Klassenerhalt. Alles andere wäre für einen Aufsteiger vermessen." Neben Bezirksliga-Absteiger Blau-Weiß Dingden zählt Häsel den SV Haldern zum engsten Kreis der Titelkandidaten.

(RP)