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Lokalsport: TuS Gahlen ist zurück in der Bezirksliga

Lokalsport : TuS Gahlen ist zurück in der Bezirksliga

Fußball: Die Mannschaft von Trainer Björn Bennies wird mit eindrucksvoller Bilanz Meister in der Kreisliga A und schafft die Rückkehr in die Klasse, aus der sie 2016 abgestiegen war. "Jetzt haben wir diesen Unfall repariert", sagt der Coach.

Der Rahmen war mit rund 500 Zuschauern perfekt, die folgende Nacht nur kurz und die Stimme von Trainer Björn Bennies am Morgen danach noch etwas belegt. Der TuS Gahlen feierte am Sonntag ausgelassen die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A und die Rückkehr in die Bezirksliga, aus der er vor zwei Jahren abgestiegen war. Den Titelgewinn hatte das Team bereits am Pfingstmontag durch ein 6:1 beim VfL Ramsdorf I perfekt gemacht. Zum Abschluss einer Saison, in der die Mannschaft ab dem zweiten Spieltag ununterbrochen an der Tabellenspitze gestanden hatte und die mit 24 Siegen in 30 Partien sowie einem Torverhältnis von 109:35 schon sehr bemerkenswert war, gab's am Sonntag ein 10:0 gegen die Ramsdorfer Reserve.

Wenn Björn Bennies die besonderen Qualitäten seines Teams benennen soll, dann fällt dem 37-Jährigen eine Menge dazu ein. "Wir hatten eine Kameradschaft, die ihresgleichen sucht", sagt der Coach. Hinzu komme individuelle Klasse. Das beste Beispiel ist Uwe Sokolowski: Der 36-jährige Stürmer brachte es auf 37 Treffer. "Wir waren immer der Gejagte und haben dem Druck standgehalten. Und obwohl wir einen kleinen Kader hatten, haben wir Rückschläge immer wieder aufgefangen", sagt der Gahlener Übungsleiter. "Disziplin und eine sehr gute Ordnung" weist er als weitere Pluspunkte der Meister-Mannschaft aus.

Vor drei Jahren war Björn Bennies als Coach in Gahlen eingestiegen, damals in der Bezirksliga. Die Klasse konnte er mit seinem Team damals nicht halten. Es folgte Platz drei in der Kreisliga A in der Spielzeit 2016/2017. "Jetzt haben wir den Unfall Bezirksliga-Abstieg repariert, das hatte ich mir auch als Ziel gesetzt", so Bennies. Dabei räumt der ehemalige Oberliga-Fußballer ein, dass diese drei Spielzeiten sehr intensiv gewesen seien, er viel investiert habe. Eine Familie mit drei Kindern, Beruf und Trainerjob unter einen Hut zu bringen, das ist nicht immer eine leichte Aufgabe.

So gibt der 37-Jährige unumwunden zu, "ein wenig amtsmüde" zu sein. Er müsse jetzt auftanken, um am 1. Juli wieder voller Energie an der Seitenlinie stehen zu können. Eine Voraussetzung für die Fortführung seiner Arbeit in Gahlen sei gewesen, dass ihm ein Co-Trainer zur Seite gestellt wird. Georg Geers, zuletzt Spielertrainer beim Landesligisten Westfalia Gemen, übernimmt den Job. Bennies imponiert das uneingeschränkte Vertrauen der Verantwortlichen des TuS Gahlen. "Sie stehen bedingungslos hinter mir und haben auch den Wandel in der Vereinsphilosophie mitgetragen, externe Spieler zu holen", so Bennies.

Deshalb habe er auch nie ansatzweise daran gedacht, seine im Winter gegebene Zusage für die nächste Spielzeit zurückzuziehen. Seine Mannschaft sieht er als stärker an als vor drei Jahren an. Auch wenn "wir einen kleinen Umbruch haben, da viele erfahrene Spieler gehen".

Matthias Boland, Wilhelm Schulte-Kellinghaus, Dennis Rarek (alle Karriereende), Kevin Vengels (RW Deuten) und Sascha Mielke, der aus beruflichen Gründen nach Hamburg zieht, werden in der Bezirksliga nicht mehr für den TuS Gahlen auflaufen. Ansonsten haben alle Akteure aus dem Meisterkader ihre Zusage für die kommende Spielzeit gegeben, für die Trainer Björn Bennies noch eine Verstärkung für den Angriff sucht.

(RP)