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Fußball: TuS Drevenack plant den Neustart

Fußball : TuS Drevenack plant den Neustart

Nach dem Abstieg in die A-Liga und dem folgenden Umbruch zählt für Trainer Frank Saborowski nur der Klassenerhalt.

Es ist eigentlich die Regel, dass ein Team, das in der vergangenen Spielzeit den Verbleib in einer Fußball-Liga nicht geschafft hat, in der kommenden Saison automatisch als Favorit in der nun tieferen Spielklasse gehandelt wird. Das sieht meistens nicht nur die Konkurrenz so, das ist oftmals auch der Anspruch des abgestiegenen Vereins. Doch keine Regel ohne Ausnahme: die TuS Drevenack, die im Sommer den bitteren Gang von der Bezirksliga in die Kreisliga A antreten musste, hat da ganz andere Ambitionen. "Der Klassenerhalt ist für uns erst einmal das Maß aller Dinge", gibt Trainer Frank Saborowski die Marschroute vor.

Die Bescheidenheit des Coaches hat natürlich auch Gründe. In Torhüter Marcel Weinkath, Murat Dinc, Mumibekir Dema, Tajib Dema und Ugur-Deniz Aydin verließen fünf Akteure den Verein, die feste Größen bei der TuS waren. Zwar können die Drevenacker auch etliche Neuzugänge für die kommende Saison präsentieren. Aber ob diese die Abgänge ersetzen können und wie schnell sich das neu formierte Team finden wird, das sind die großen Unbekannten in Saborowskis Mannschaft.

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Auf die neue Nummer eins bei der TuS Drevenack hat sich der Trainer noch nicht festgelegt. Die Neuzugänge Philipp Gronau (STV Hünxe) und Sven Scholten (SuS Wesel-Nord) bewerben sich um die Nachfolge von Marcel Weinkath. Ein Sextett kam von der SV Friedrichsfeld nach Drevenack: Rico Schendel, Stefan Kühn, Sven Jäger, Marcel Wierzbicki, Kevin Amerkamp und Mohammed Öztürk. Nico Jürgens (DJK Vierlinden) und Max Dallmann (PSV Wesel II) komplettieren das Feld der Neuen.

Für Frank Saborowski kommt es neben der Integration der vielen neuen Spieler vor allem darauf an, wie schnell sein Team die Umstellung von der Bezirksliga auf die Kreisliga A schafft. "In dieser Liga geht es wesentlich kampfbetonter zu. Spielerische Elemente kommen dort eher weniger zum Tragen", meint der Ex-Profi, der zurzeit ein regelmäßiger Gast auf den Fußballplätzen der Region ist, um sich ein Bild von den kommenden Gegnern zu machen.

Noch ist sein Urteil über die Konkurrenz nicht abgeschlossen, aber von der TuB Bocholt II und dem SV Haldern, die in zwei Auswärtsspielen hintereinander die ersten Gegner der TuS Drevenack sein werden, war er durchaus beeindruckt. "Es wird aber vor allem in der unteren Tabellenregion sehr eng zugehen. Denn es wird sechs, durch den Relegationsplatz eventuell sogar sieben Absteiger geben. Da darf man sich nicht allzu viele Durchhänger erlauben", meint Saborowski, der mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zufrieden ist. "Die Beteiligung ist gut. Wir trainieren hart und alle ziehen gut mit", sagt der Coach, der sich — aufgrund von noch fehlender Kenntnisse über die Konkurrenz — mit der Nennung von Aufstiegskandidaten zurückhält.

(me)