Fußball: Traumlos RW Essen erst in Runde zwei

Fußball : Traumlos RW Essen erst in Runde zwei

Ein Traumlos hat der Hamminkelner SV am Montagabend in der Sportschule Wedau nicht erwischt, als im Pokal-Wettbewerb des Fußball-Verbandes Niederrhein die vier Runden bis zum Finale ermittelt wurden. Doch der Bezirksligist hat die Option darauf.

Er erwartet in der ersten Runde am Sonntag, 2. August, 15 Uhr, Niederrheinligist TuRa 88 Duisburg. Bei einem Erfolg würde der HSV in Runde zwei ein finanziell lukratives Heimspiel gegen einen Traditionsclub aus dem Pott bestreiten. Regionalligist RW Essen müsste dann von der Hafenstraße nach Hamminkeln reisen, wenn er seine Erstrunden-Partie gegen den Bezirksligisten Barisspor Bottrop gewinnt, womit zu rechnen ist.

"Das ganz große Los haben wir leider nicht gezogen. Doch die Chance besteht ja noch", sagte HSV-Obmann Walter Kinder. Er fand die Auslosung, bei der 32 Vereine im Topf waren, "spannend und aufregend".

Schließlich war der HSV auch lange nicht mehr dabei. Er hatte sich erstmals seit 1975 wieder für den Verbands-Pokal qualifiziert. Damals hätte der Club beinahe den Einzug in den DFB-Pokal geschafft. Der TuS Xanten verbaute dem Team von Trainer Werner Konnik im letzten Moment den Weg in den Wettbewerb, in dem richtig Kasse gemacht werden kann.

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Jetzt will der HSV am 2. August gegen TuRa Duisburg eine faustdicke Überraschung schaffen, um den Deutschen Meister von 1955 nach Hamminkeln zu holen. "Wir sind gegen Duisburg selbstverständlich nur krasser Außenseiter. Doch die Tatsache, dass wir bei einem Erfolg gegen RW Essen spielen würden, ist für uns eine zusätzliche Motivation", sagte HSV-Coach Philipp Mayrhauser.

Er hat mit seiner Mannschaft vom 31. Juli bis 2. August ein Trainingslager in Kleve geplant, das jetzt früher zu Ende sein wird. "Die Pokalpartie wird krönender Abschluss sein", meinte Mayrhauser. Das Spiel gegen den Niederrheinligisten, bei dem Timmo Sonje, früher Stürmer des Weseler SV, als Co-Trainer arbeitet, wird vielleicht schon auf dem Kunstrasen der neuen Anlage angepfiffen.

Rheingold gegen Wuppertaler SV

Ein Traumlos erwischte am Montagabend in Duisburg übrigens ein weiterer Vertreter des Kreises Rees-Bocholt. Bezirksligist VfB Rheingold zog das attraktivste Los im Topf. Er erwartet den Drittligisten Wuppertaler SV.

(RP)
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