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Fußball: Titelkämpfe im Wetter-Chaos

Fußball : Titelkämpfe im Wetter-Chaos

Das Viertelfinale zwischen dem SuS Nord und Viktoria Wesel wird von einem Gewitter in der Halbzeit gestoppt. Viktoria verzichtet wegen Personalmangels auf eine Neuansetzung. Der SuS steht somit kampflos im Halbfinale.

Hätten Sie in der Zeit, in der sie debattierten, einfach weitergespielt, wäre die Viertelfinal-Partie bei den Weseler Fußball-Stadtmeisterschaften zwischen dem SuS Nord und Viktoria Wesel regulär über die Bühne gegangen. Doch auch im Fußball geht Sicherheit nun einmal vor. Als die 22 Akteure zur zweiten Halbzeit aus den Kabinen kamen, wurden sie von einem Gewitter überrascht. Schiedsrichter Friedhelm Majert unterbrach daraufhin die Partie. In den folgenden 45 Minuten wurde angeregt diskutiert. Schiedsrichter, Spieler, Trainer und Offizielle – alle hatten ihre Meinung. Die Mannschaften wollten weiterspielen. Die Trainer waren eher skeptisch. Doch in so einem Falle ist dies ohnehin alles irrelevant. Das letzte Wort hat der Schiedsrichter. Und der entschied sich letztlich zum Abbruch. "Bei Blitz und Donner ist es einfach zu gefährlich. Das können wir nicht verantworten", meinte Majert.

Viktoria führte zur Pause

Viktoria-Trainer Sascha Faßbender war mit dem Unparteiischen einer Meinung. "Die Entscheidung ist völlig richtig. So macht es keinen Sinn", sagte er. Richtig ärgerlich ist für die Viktoria eigentlich nur, dass sie im Zuge des Wetter-Chaos ausgeschieden ist. Da im Spiel erst 45 Minuten gespielt waren, konnte die Partie nicht mit dem bis dato vorhandenen Ergebnis von 1:0 für die Viktoria – den Treffer hatte Daniel Berge in der 19. Minute erzielt – gewertet werden. Die Turnierleitung wollte die Partie daraufhin für den heutigen Donnerstag neu ansetzen. Für die Kicker der Viktoria war dies allerdings ein Ding der Unmöglichkeit. "Viele Spieler von uns arbeiten im Schichtdienst und haben sich extra für den Mittwoch freigenommen. Einen zweiten Tag hintereinander klappt das nicht", erklärte Faßbender, der mit seinem Team deshalb auf eine Wiederholung des Viertelfinales verzichtete. Somit steht Gastgeber SuS Nord kampflos im Halbfinale.

SuS Wesel-Nord: Scholten - E. Tagay, Havlas, den Brock, Klappach, Higeist, Winkler, H. Tagay, Greupner, Jansen, B. Tagay.

Viktoria Wesel: Lohn - Schmidt, Faßbender, Kerskes, Weienberg, Jansen, S. Bierwald, Berge, Schmellenkamp, Schänzer, Hoppenreis.

PSV locker eine Runde weiter

Im zweiten Spiel des Abends gab sich der Favorit keine Blöße. Landesligist PSV Wesel bezwang den drei Klassen tiefer kickenden SV Büderich souverän mit 6:0 (2:0). Dabei hatte zunächst auch die Austragung dieser Partie nach dem Abbruch der ersten Begegnung auf der Kippe gestanden. Das Gewitter hatte sich zur Anstosszeit zwar verzogen. Durch den starken Regen hatten sich logischerweise aber die Platzverhältnisse verschlechtert. Nach einer Platzbegehung entschied sich Schiedsrichter Christian Jongen aber dazu, die Partie anzupfeifen.

Im Spiel dauerte es immerhin bis zur 18. Minute, ehe der PSV aus seiner klaren Überlegenheit Kapital schlagen konnte. Stephan Sanders traf nach einem Eckball zum 1:0 für das Team von Trainer Roger Rütter. Sieben Minuten später stellte Necati Güclü den 2:0-Pausenstand her.

Nach dem Wechsel entwickelte sich das Spiel zum Duell zwischen dem PSV und Sascha Ströter. Der Büdericher Keeper vereitelte gleich mehrere Großchancen, hielt sogar einen Elfmeter von Matthäus Cwiek (70.). Dem Favoriten gelang es dennoch das Ergebnis durch Tore von Kevin Schuch (46.), Kevin Kirstein (64.) und Sebastian Eisenstein (68., 79.) weiter in die Höhe zu schrauben. "Die Leistung war in Ordnung. Wir hätten allerdings noch mehr Tore schießen müssen", bemängelte Rütter hinterher. Sein Gegenüber war mit der Leistung seiner Schützlinge absolut zufrieden. "Wir haben uns wirklich achtbar aus der Affäre gezogen", meinte Herbert Treptow.

PSV Wesel: Leber - Ley, Assfelder, Schuch, Cwiek, Sanders, Meis, Güclü, Bossow (58. Klump), Kirstein, Eisenstein.

SV Büderich: Ströter - Friedhoff (41. Demirci), Özbek, Kanbir, Leyers, T. Wirtz, S. Wirtz, Dachwitz, van Husen, Höppner, Hardering (60. Breibach).

(stgi)