Tischtennis: Grün-Weiß Flüren und die Aufstiegsfrage

Tischtennis : Grün-Weiß Flüren und die Aufstiegsfrage

Zwei Spieler des Tabellenzweiten der Tischtennis-Landesliga sind für eine Rückkehr in die Verbandsliga, vier Akteure sind dagegen.

Wollt Ihr eigentlich direkt wieder aufsteigen? Diese Frage bekamen die Spieler des Tischtennis-Landesligisten GW Flüren von ihren ersten fünf Gegnern stets zu hören. Nach zwei Spielzeiten in der Verbandsliga stiegen die Grün-Weißen auch bedingt durch die Ligareform in die Landesliga ab. Dort fühlt sich das Team um Wolfgang Gerth wohl. Viele bekannte Gesichter, kurze Wege und ein guter Start sprechen für sich. Die Herbstpause verlebt Flüren als ungeschlagener Zweiter hinter Überraschungs-Spitzenreiter TTC Homberg, der ein Spiel mehr absolviert hat.

Vier souveräne Siege gegen den Weseler TV (9:1), BW Geldern-Veert (9:1), den TTV Rees-Groin II (9:4) und den TV Bruckhausen (9:2) sowie das Unentschieden bei WRW Kleve lassen die Frage nach dem Wiederaufstiegswillen allemal berechtigt erscheinen. Aktuell lautet die Antwort so: „Zwei Spieler wollen aufsteigen, vier fühlen sich in der Landesliga eigentlich ganz gut aufgehoben.“ Die zwei GWF-Akteure, das sind Wolfgang Gerth und Leon Becks. Gerth, zweimaliger Teilnehmer an den Deutschen Senioren-Meisterschaften, weist den zweithöchsten Ranglistenwert aller Spieler in der Gruppe 7 der Landesliga auf. Bis jetzt hat der 46-Jährige noch kein Einzel verloren.

Leon Becks ist der Youngster im Team, hat sich in der vergangenen Saison enorm weiterentwickelt und nun die Position zwei hinter Wolfgang Gerth inne. Dass sich das obere Paarkreuz der Flürener eine Rückkehr in die Verbandsliga gut vorstellen kann, liegt also auf der Hand. Aber was ist mit den anderen vier? Auch Thomas Christians, Torsten Lantermann, Oliver Seibert und Michael Gerth sind ehrgeizig, wissen aber um die Nachteile, die der Wiederaufstieg in die Verbandsliga mit sich bringen könnte. „Wir müssten zu den Auswärtsspielen deutlich weiter fahren und hätten einzig und allein den Klassenerhalt zum Ziel“, sagt Wolfgang Gerth: „Im Zuge der Ligareform wird das Niveau in der Verbandsliga nochmals steigen.“

Die Flürener würden oft, vielleicht sogar sehr oft verlieren. Vor zwei Jahren gewannen sie nur drei Spiele, blieben aber Verbandsligist, da zwei Kontrahenten zurückzogen. In der vergangenen Saison war GWF mit 15:29-Punkten deutlich näher bei der Musik und zog im Kampf um den Klassenerhalt knapp den Kürzeren. „Es ist noch früh in der Saison“, sagt Gerth. „Wir machen uns keinen Druck. Unser Ziel bleibt es, im oberen Tabellendrittel zu landen.“

Bis zum letzten Spiel der Hinrunde möchten die Grün-Weißen ungeschlagen bleiben. Am 30. November müssen sie beim NRW-Liga-Absteiger DJK Rhenania Kleve, der freiwillig auf die Verbandsliga verzichtete, ein dickes Brett bohren. „Das Allerwichtigste ist, dass wir zusammen Spaß am Tischtennis haben“, so Gerth. „Für alles andere finden wir eine Lösung.“

(kök)
Mehr von RP ONLINE