Tennis: TC Flüren: Heimpremiere wird Härtetest

Tennis : TC Flüren: Heimpremiere wird Härtetest

Die Herren 30 schlagen morgen das erste Mal in Flüren in der Ersten Tennis-Bundesliga auf. Der Gegner beim Debüt vor heimischer Kulisse ist der Ratinger TC. Die Mannschaft um Ex-Profi Nicolas Kiefer zählt ebenfalls zu den Titelanwärtern.

Ein Besuch bei den French Open ist kostspielig. Eine Karte für das Finale der Männer bekam man gestern noch für schlappe 450 Euro. Deshalb wird man morgen im Stade Roland Garros überwiegend die gehobene Klasse und ehemalige Stars der Szene auf der Tribüne sitzen sehen. Dass Weltklasse-Sport aber nicht teuer sein muss und manchmal sogar vor der Haustür stattfindet, beweist der TC Blau-Weiß Flüren. Der Verein wird auch weiterhin für die Spiele seiner Herren 30, die morgen ab 11 Uhr mit der Partie gegen den Ratinger TC ihre Heimpremiere in der Ersten Tennis-Bundesliga feiern, keinen Eintritt erheben. "Das wurde diskutiert. Wir haben uns aber dagegen entschieden", sagt Team-Betreuer Wolfgang Behr. Bei allen sportlichen Ambitionen will sich der TC Blau-Weiß eine familiäre Atmosphäre auf der Anlage erhalten. "Den Zuschauern wird der Kontakt zu den Spielern ermöglicht. Die Kinder können sich Autogramme holen. Das gehört bei uns einfach dazu", meint Behr.

Mit welcher Besetzung die Herren 30, die mit einem 9:0 beim Kölner THC in die Saison gestartet sind und nach acht Aufstiegen in Folge nun den Titel in der Ersten Liga gewinnen möchten, antreten, ist noch nicht klar. Sicher ist aber, dass sich die Zuschauer auf die Spitzenspieler Kristian Pless (Dänemark) und Dominik Hrbaty (Slowakei) freuen dürfen. "Sie sind dabei. Kristian Pless fliegt hierher. Dominik Hrbaty kommt heute mit dem Auto aus Österreich", sagt Behr. Verzichten muss das Team auf Gerrit Strehl, der als Trainer für den Deutschen Tennis-Bund unterwegs ist, und Niels Zijlstra, der bei einem Turnier in den Niederlanden aufschlägt.

"Leider sind wir nicht komplett. Umso mehr hoffen wir auf die Unterstützung unserer Anhänger. Wir rechnen mit 500 Zuschauern", sagt Behr, der den Ratinger TC als echten Härtetest bezeichnet. Kein Wunder: Denn immerhin stehen in Ex-Profi Nicolas Kiefer und dem Brasilianer Andre Ghem, der aktuell die Nummer 256 der Weltrangliste ist, namhafte Spieler im Aufgebot des Gegners. "Ratingen will ebenfalls Meister werden. Ich bin mir sicher, dass sie mit ihrer besten Aufstellung antreten werden", sagt Wolfgang Behr.

Der TC Flüren hat in den vergangenen Wochen viel investiert, um für professionelle Bedingungen auf seiner Anlage zu sorgen. Unter anderem wurde gestern noch eine nagelneue Ergebnistafel installiert. Mitglieder wie Klaus Israel oder Udo Heister, der sich in dieser Woche extra Urlaub genommen hat, waren in den vergangenen Tagen von morgens bis abends auf dem Sportplatz im Einsatz. "Es gab eine Menge zu organisieren. Wir haben es aber geschafft und werden sowohl sportlich als auch gastronomisch sehr gut aufgestellt sein", sagt Behr.

(RP)
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