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Handball: SVS will weiter nach oben

Handball : SVS will weiter nach oben

Der Handball-Verbandsligist geht nach einer gelungenen Vorbereitung sehr zuversichtlich in die Saison. Der neue Trainer Michael Nölscher peilt den fünften Platz an. Der Star soll dabei die Mannschaft sein.

Michael Nölscher ist nach den ersten Wochen in neuer Mission vollauf zufrieden. Deshalb schraubt der 31-Jährige, der beim SV Schermbeck vom Co-Trainer zum Coach aufgerückt ist, das Ziel für die am Samstag beginnende Saison in der Handball-Verbandsliga auch weiter nach oben. "Anfangs habe ich auf Platz fünf geschielt. Jetzt will ich ihn auch erreichen", sagt der ehemalige Regionalligaspieler, der seine Laufbahn auf dem Feld zu Beginn der vergangenen Saison wegen eines Knorpelschadens im Knie beenden musste. Der SVS will also weiter nach oben, nachdem er in den ersten drei Jahren in der Klasse die Ränge elf (Saison 2008/2009), acht (2009/2010) und sieben (2010/2011) belegt hat.

"Fortschritte gemacht"

Nölschers zuversichtlicher Blick voraus auf die Saison hat einen guten Grund. "Die Vorbereitung ist sehr gut verlaufen", meint er. Dies macht er nicht an den guten Leistungen in den Testspielen mit dem klaren 32:15-Sieg gegen den Landesligisten TSG Benrath als gelungenem Abschluss fest. "Entscheidend ist für mich das, was wir im Training erarbeitet haben. Da hat die Mannschaft Fortschritte gemacht", sagt Nölscher. Der SVS will in der Abwehr künftig aggressiver spielen. "Wir müssen agieren und nicht reagieren", fordert der Coach. Zudem soll das mit einem Durchschnittsalter von unter 25 Jahren immer noch recht junge Team im Angriff geduldiger auf seine Chancen warten.

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Der große Trumpf des SV Schermbeck ist für den neuen Trainer, dass der Kader sehr ausgeglichen besetzt ist. "Der Star ist die Mannschaft. Das hat sich auch in den Testpartien gezeigt, in denen jeder Spieler seine Tore geworfen hat", meint Nölscher. Er kann am Samstag in der Partie beim TV Schwafheim fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Torhüter Philipp Busjan (Urlaub) sind alle Mann an Bord. So günstig war die Personallage in der vergangenen Saison fast nie. Der SVS musste vor allem in der Hinrunde über Wochen eine Handvoll wichtiger Spieler ersetzen. Umso höher ist zu bewerten, dass der Verbandsligist trotzdem sein bislang bestes Ergebnis seit der Rückkehr in die Klasse erreicht hat. Es soll jetzt getoppt werden.

Michael Nölscher kann dabei auf alle bisherigen Kräfte setzen. Den SVS hat kein Spieler verlassen. Neu im Kader ist Kreisläufer Patrick Janduda, der vom Oberligisten MTV Dinslaken kam, und Patrick Klein (A-Jugend HSG Mülheim/Oberhausen). "Patrick Janduda ist auf jeden Fall in der Abwehr und im Angriff eine Verstärkung für uns. Und Patrick Klein ist ein Spieler mit Perspektive, den wir in Ruhe aufbauen werden", sagt Nölscher.

Relativ gelassen blickt der Trainer der Tatsache entgegen, dass der SVS vom 22. Oktober bis zum 21. Januar acht Auswärtsspiele in Folge bestreiten muss, da die Halle Erler Straße in dieser Zeit saniert wird. "Optimal ist das natürlich nicht. Doch ich habe lieber das Heimrecht für einige Partien getauscht, statt Spiele in Dorsten oder sonst wo zu bestreiten, zu denen kaum Zuschauer gekommen wären", meint der Coach.

Auftakt beim TV Schwafheim

Er hofft wegen der langen Serie von Auswärtsspielen, dass seine Mannschaft einen guten Start erwischt. "Sechs Punkte würde ich in den ersten vier Partien gerne holen." Zum Auftakt geht's am Samstag zum TV Schwafheim, bei dem der SVS in der Verbandsliga bislang stets Niederlagen kassiert hat. "Doch was war, das interessiert mich nicht. Wir wollen in Schwafheim gewinnen", sagt Nölscher.

(RP)