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Lokalsport: SVS will den Angriffsmodus aktivieren

Lokalsport : SVS will den Angriffsmodus aktivieren

Fußball: Der Tabellendritte der Westfalenliga glaubt nach wie vor an den Aufstieg. Am Sonntag treten die Schermbecker beim Spitzenreiter 1. FC Gievenbeck an. Falls der Gastgeber gewinnt, hätte er das Oberliga-Ticket bereits gelöst.

Eine ganz schwere Aufgabe erwartet den Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck am Sonntag. Das Team von Trainer Thomas Falkowski tritt um 15 Uhr beim 1. FC Gievenbeck an. Der Münsteraner Vorortverein ist derzeit souveräner Tabellenführer und kann mit einem Erfolg den Aufstieg und die Meisterschaft vorzeitig perfekt machen. Doch auch für die Schermbecker hat das Spiel eine große Bedeutung. Gelingt eine Überraschung in der Fremde, ist das Tor zur Aufstiegsrelegation wieder weit geöffnet. "Wir werden in dieser Begegnung selbstverständlich Außenseiter sein, schließlich spielen wir gegen das beste Team der Liga", sagt Falkowski. "Aber wir wollen ganz sicher nicht nur der Partygast sein."

Klingt ganz so, als werden Falkowski und seine Mannschaft die gewaltige Herausforderung beim Spitzenreiter annehmen. Doch auch Respekt schwingt mit.

Der 1. FC Gievenbeck ist die konstanteste Mannschaft in der Liga, gespickt mit sehr guten Individualisten, die aber auch als Team bestens funktionieren. "Da ist etwas richtig Gutes entstanden", sagt auch der Schermbecker Trainer. "Aber wir wollen denen das Leben so schwer wie möglich machen."

Falkowski selbst kommt zum Auswärtsspiel mit einem Team, das zuletzt sehr viel Selbstvertrauen getankt hat. Die Schermbecker sind seit sechs Spielen unbesiegt und verbuchten in dieser Zeit 14 von 18 möglichen Zählern. Nach einer Ergebniskrise zu Beginn der Rückrunde hat sich der SVS damit wieder in Stellung bringen können für den Saison-Endspurt und liegt nur noch drei Punkte hinter der Zweitvertretung von Preußen Münster. Die wiederum besetzt momentan den Relegationsplatz und ist Gegner am nächsten Wochenende. "Wir freuen uns unglaublich, dass wir plötzlich wieder am Aufstieg schnuppern können", sagt der Coach. Aber er mahnt auch davor, den Blick zu weit nach vorne zu richten. Münster interessiere ihn gegenwärtig nicht.

Er freue sich jetzt erst einmal auf das Spitzenspiel. Und da wolle er nur auf sich und seine Mannschaft schauen. Personell kann Falkowski zwar wieder etwas durchatmen, aber neben den Langzeitverletzten Evans Ankomah-Kissi, Dorian Weber und Keeper Benjamin Carpentier wird auch Benedikt Helling nach seiner fünften Gelben Karte am vergangenen Wochenende ein Spiel aussetzen müssen. "Wir haben mehrere Optionen, ihn zu ersetzen", so der Trainer. "Da hängt vieles nun vom Matchplan ab, den wir umsetzen wollen."

(RP)