Handball: SVS will aus dem Tief heraus

Handball: SVS will aus dem Tief heraus

Handball-Verbandsligist SV Schermbeck will nach vier Spielen ohne Sieg in die Erfolgsspur zurück. Leicht wird's nicht: Er tritt beim heimstarken Hülser SV an. Landesligist HSG Wesel erwartet den HC TV Rhede.

Schermbeck/Wesel Burkhard Bell ist ein ruhiger Vertreter seines Fachs. Und deshalb nimmt's der Trainer des SV Schermbeck auch relativ gelassen, dass sein Team in der Handball-Verbandsliga etwas aus der Spur geraten ist. Der SVS schwächelt zum ersten Mal in dieser Saison ein wenig. Er hat in den letzten vier Partien nur einen Punkt geholt, was ihn auf den siebten Tabellenplatz zurückgeworfen hat. Bell kommentiert's ohne große Aufgeregtheit. "Es ist normal, dass eine Mannschaft in einer Saison einmal einen Durchhänger hat. Nach einer sehr guten Hinrunde hat's uns nun halt erwischt. Und es werden bestimmt wieder bessere Zeiten kommen", meint der Coach.

Der letzte Siegeswille fehlte

Zumal er die Gründe dafür ausgemacht zu haben glaubt, dass es auf dem Feld zuletzt nicht gut bei seinem Team lief. "Vielleicht haben wir uns ein bisschen zu sehr unter Druck gesetzt, als zwischenzeitlich sogar Rang drei möglich war. Bei einigen Spielern fehlte zuletzt auch der letzte Wille, eine Partie unbedingt gewinnen zu wollen", meinte Bell, der zudem darauf verweist, dass der SVS in den vergangenen Wochen immer wieder wichtige Akteure ersetzen muste. Das Problem ist also erkannt. Nun hofft Bell, dass seine Mannschaft die richtigen Schlüsse daraus zieht, um wieder zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Ob's schon am Sonntag gelingt, ist die Frage. Dann tritt des SVS um 16 Uhr beim heimstarken Hülser SV an, der 13 seiner 16 Punkte in eigener Halle geholt hat.

Michael Hillig, der die HSG Wesel mit Falko Gaede trainiert, ärgerte sich auch gestern noch ein wenig darüber, dass die Serie des Landesligisten nach fünf Siegen in Folge beim 24:25 beim TV Biefang gestoppt wurde. "Das musste nicht sein. Wir hätten einen weiteren Erfolg geschafft, wenn wir unsere Chance besser genutzt hätten", sagte Hillig. Unter anderem wurden vier Siebenmeter verworfen

Ein Angstgegner

Bei nur zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter DJK Adler Bottrop liegt die HSG weiter aussichtsreich im Titelrennen. Sie erwartet nun aber einen ihrer Angstgegner. Der HC TV Rhede tritt morgen, 19.30 Uhr, in der Rundsporthalle an. "Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal gegen Rhede gewonnen haben", meint Hillig. Im Hinspiel hatte die HSG in Rhede mit 28:31 das Nachsehen – es war die erste Niederlage der Saison. Nun will sie den Nachbarn, bei dem der Weseler Trainer Harry Mohrhoff auf der Bank sitzt, einmal wieder bezwingen. "Es wird langsam Zeit für einen Erfolg gegen Rhede", sagt Michael Hillig. Schließlich will die HSG Wesel so lange wie möglich im Titelgeschäft bleiben.

(RP)