Lokalsport: SVS verliert und bangt um Torjäger Schröter

Lokalsport : SVS verliert und bangt um Torjäger Schröter

Der Stürmer verletzt sich beim 1:2 des Westfalenligisten in Stadtlohn beim Aufwärmtraining am Knie.

Thomas Falkowski fasste die Ereignisse kurz und knapp zusammen. "Das war ein ganz gebrauchter Sonntag", sagte der Trainer des Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck. Dabei stand für den 34-Jährigen weniger das 1:2 (0:1) in der Partie beim SuS Stadtlohn im Vordergrund, sondern vielmehr die Sorge um Torjäger Marc Schröter. Der Stürmer war beim Aufwärmtraining im Rasen hängen geblieben. "Das sah nicht gut aus", sagte Falkowski, der einen Kreuzbandriss befürchtet. Eine MRT-Untersuchung soll Aufschluss geben.

Auch bei Marcel Titz lief es nicht wie gewünscht. Der Abwehrspieler tauchte aus beruflichen Gründen erst eine halbe Stunde vor dem Anpfiff am Sportplatz in Stadtlohn auf und sollte deshalb erst einmal auf der Bank sitzen. Die Verletzung Schröters machten diese Planung von Falkowski aber zunichte. Zudem musste in der Pause auch noch Kapitän Nikolaj Zugcic mit Verdacht auf Muskelfaserriss raus.

Doch diese unvorhergesehenen Ereignisse wollte der Schermbecker Trainer nicht als Grund für die Niederlage anführen. Vielmehr habe es bei dem einen oder anderen Akteur zu viel Selbstzufriedenheit gegeben, ärgerte sich Falkowski. Die letzten Wochen waren gut gelaufen. Die Schermbecker Kicker schienen davon auszugehen, dass sich dies gestern fortsetzen würde. "Aber der SuS Stadtlohn hat ein ganz anderes Gesicht als in den Partien zuvor gezeigt. Er war einfach galliger, entschlossener und aggressiver als wir", so Falkowski.

Trotzdem hätte die Partie in Richtung des SVS verlaufen können. Denn nach 20 Minuten war Kilian Niewerth im Pech, als er nur die Unterkante der Latte traf. "Aber wir haben nie so den Zugriff aufs Spiel gefunden wie in den Wochen zuvor", kritisierte der Übungsleiter. Fast mit dem Pausenpfiff rächte sich dies: Aus spitzem Winkel erzielte der Stadtlohner Cihan Bolat mit einem Schuss durch die Beine von SVS-Keeper Benjamin Carpentier das 1:0. Nach einem Konter legte Durim Feta (65.) das 2:0 nach, ehe Dominik Milaszewski (81.) verkürzte. Ein Kopfball von Maik Habitz, der nach 75 Minuten in den Angriff beordert wurde, strich knapp am Pfosten vorbei (90.). "Das wäre glücklich gewesen. Für einen Sieg kamen wir heute nicht infrage", sagte Falkowski.

SV Schermbeck: Carpentier - Titz, Habitz, Mule-Ewald, Zugcic (46. Helling), P. Rudolph, Niewerth, K. Rudolph, Poch (70. Grumann), Klimczok, Milaszewski.

(R.P.)