Handball: SVS stoppt die Talfahrt

Handball: SVS stoppt die Talfahrt

Handball-Verbandsligist beendet die Negativserie von sechs Spielen ohne Sieg mit einem klaren 27:19-Erfolg bei der HSG Mülheim/Oberhausen. Die Mannschaft leistet sich im Vergleich zu den Partien zuvor keinen Durchhänger.

Der SV Schermbeck hat die Nagelprobe bestanden, zu der Trainer Burkhard Bell die Partie bei der HSG Mülheim/Oberhausen erhoben hatte, weil sich sein Team zuletzt im freien Fall befand. Der Handball-Verbandsligist schaffte am Samstagabend in Oberhausen einen deutlichen 27:19 (11:8)-Erfolg und beendete damit eine Negativserie von sechs Spielen ohne Sieg mit 1:11-Punkten. Bell fiel nach der Begegnung ein Stein vom Herzen. "Es ist wichtig, dass wir unseren negativen Lauf endlich gestoppt haben. Die ganze Arbeit, die wir investiert haben, war somit nicht umsonst", stellte der Schermbecker Übungsleiter zufrieden fest.

Von Beginn an in Führung

Seine Spieler ließen von Beginn an keinen Zweifel daran, dass sie nach den bitteren Rückschlägen in den letzten Wochen unbedingt in die Erfolgsspur zurückkehren wollten. Der SVS nahm das Heft auf dem Feld sofort in die Hand, ging direkt in Führung und gestattete dem Gastgeber nur einmal den Ausgleich – beim Stand von 5:5. Und im Vergleich zu den Spielen zuvor leistete sich die Mannschaft diesmal keinen Durchhänger. "Wir haben 60 Minuten voll konzentriert durchgespielt. Das war entscheidend", sagte Bell.

Ihn freute besonders, dass sein Personal das umsetzte, was der Trainer als taktische Marschroute ausgegeben hatte, um nach Wochen wieder einmal Erfolg zu haben. Der Gast stand in der Abwehr sicher. Er hatte dabei in Niklas Bell, der wieder einziger Torwart war, weil Philipp Busjan erkrankt passen musste, einen sicheren Rückhalt. Bell wehrte unter anderem drei Siebenmeter ab. Und im Angriff nutzte der SV Schermbeck seine Chancen konsequent. Er ließ sich auch nicht dadurch aus dem Rhythmus bringen, dass der Gegner seine Taktik in der Abwehr einige Male wechselte.

Ein Lob vom Gegner

So musste auch Dirk Rauin, Trainer der HSG Mülheim/Oberhausen, den Schermbecker Erfolg neidlos anerkennen. "Die bessere Mannschaft hat verdient gewonnen", sagte der frühere Nationalspieler. Bell hörte das Lob gerne und ärgerte sich nach der Partie nur über eine Tatsache. "Schade, dass wir jetzt eine zweiwöchige Pause wegen der Osterferien haben. Ich wäre gerne im Rhythmus geblieben", meinte der Coach.

SV Schermbeck: N. Bell - C. Seibel, Kuhn (2), Robert (8), Speckamp (3), Kerbstadt (2), Hinz (2), Nölscher (2), Kedzierski (2), F. Bell (3), Felisiak (3/1), Timmermann, von Berg.

(RP)